SVP-Knatsch um Gemeindepolizei Egg spitzt sich zu: «Schadet der Partei»
Am 8. März stimmt Egg über die Abschaffung der Gemeindepolizei ab – der ehemalige Polizist und heutige Kantonsrat Ueli Pfister ist klarer Gegner der Initiative.
In etwas mehr als zwei Wochen wird klar sein, ob Egg seine Gemeindepolizei behält – oder ob in der Gemeinde künftig nur noch die Kantonspolizei (Kapo) zuständig ist. Eine Initiative von Beat Rüegg (SVP), dem Präsidenten der Egger Rechnungsprüfungskommission, hatte deren Abschaffung gefordert. Unter der Überschrift «Teuer, aber nicht für uns da» kritisierten er und 111 weitere Personen, die die Initiative unterschrieben und im vergangenen September eingereicht hatten, einerseits die hohen Kosten der Gemeindepolizei, die im Dorf kurz Gepo genannt wird. Andererseits waren die fehlende Verfügbarkeit sowie mangelnde Befugnisse der Beamten ein grosses Thema.
Der Gemeinderat von Egg lehnt die Vorlage entschieden ab, genauso wie SVP-Kantonsrat Ueli Pfister. Er hatte vor fast 20 Jahren den Aufbau der Gepo in Egg vorangetrieben und setzt sich nun für deren Erhalt ein: «Ich war über 40 Jahre bei der Polizei und habe verschiedene Zentralisierungsprozesse begleitet. In Orten, wo Kapo-Posten aufgelöst worden waren und keine Gemeindepolizei geschaffen wurde, entstand ein Vakuum.» Pfister ist davon überzeugt, dass es die Gepo weiterhin im Ort braucht – vor allem, um eine dauerhafte Präsenz für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Daher hat er kürzlich ein Komitee zur Erhaltung der lokalen Ordnungshüter gegründet.
Gemeindepolizei kümmert sich um Übertretungen
«Die Gemeindepolizei ist im Dorf unterwegs und kennt die Probleme vor Ort – und die über 500 Schalterkontakte im Jahr zeigen, dass die Bürger sich auch regelmässig an sie wenden», meint Pfister. Würde der Posten aufgelöst, sei die nächste zuständige Kapo-Dienststelle mehrere Kilometer weit entfernt. «Es ist nicht gewährleistet, dass für kleinere Vorfälle dann immer extra jemand nach Egg kommt», ist der ehemalige Polizist überzeugt.

