«Essbare Stadt» kommt für Stadtrat Uster derzeit nicht infrage
Zur Ablehnung empfohlen
Cherrytomaten vor dem Stadthaus oder Basilikum auf dem Zeughausareal: Etwa so könnte man sich das Projekt «Essbare Stadt» vorstellen. Ob dieser Traum in Uster real wird, ist fraglich.
Förderung der Biodiversität, ökologische Aufwertung des Siedlungsraums, Stärkung des Quartierlebens, Sensibilisierung der Bevölkerung für nachhaltige Ernährung und lokale Produktion: Das sind alles Chancen, die der Stadtrat Uster im Projekt «Essbare Stadt» sieht. Die Grünen hatten dessen Einführung in einem Postulat gefordert.
Doch jetzt kommt das grosse Aber. Denn der Stadtrat hat sich in einer ersten Stellungnahme gegen das Postulat ausgesprochen. Dieses hatte konkret gefordert, einen Teil der klassischen Stadtbegrünung mit essbaren Pflanzen zu ersetzen. «Im Hinblick auf die Stadtentwicklung unterstützt das Projekt das vielseitige Angebot an Siedlungsfreiräumen und leistet einen kleinen Beitrag zur regionalen und städtischen Versorgungssituation», führte Patricio Frei von den Grünen Anfang Januar aus.
Wie der Stadtrat mitteilt, ist es derzeit nicht möglich, ein neues, städtisch geführtes Projekt zu lancieren. «Die dafür notwendigen Ressourcen – sowohl finanziell als auch personell – stehen nicht zur Verfügung», heisst es im Beschluss. Entsprechend könne Uster zum jetzigen Zeitpunkt keine städtische Lead-Rolle für das Projekt «Essbare Stadt» übernehmen. Er empfiehlt dem Gemeinderat darum das Postulat zur Ablehnung.