Uster prüft Konzept der «essbaren Stadt»
Ein Postulat der Fraktion der Grünen bringt einen neuen Anstoss zur Nutzung der Grünflächen ins Ustermer Stadtparlament.
Ein frischer Apfel für den Nachhauseweg oder Schnittlauch direkt aus dem Quartiergarten: In Uster könnten essbare Pflanzen künftig einen Teil der klassischen Stadtbegrünung ersetzen. Ein Postulat der Fraktion der Grünen fordert, Grünflächen neu zu überdenken und Uster so zu einer «essbaren Stadt» zu machen.
Dabei handelt es sich nicht um eine romantische Utopie, sondern um ein Konzept der Stadtentwicklung: Öffentliche Grünflächen werden gezielt mit essbaren Pflanzen wie Obstbäumen, Beerensträuchern oder Kräutern ergänzt. Ziel ist es, ökologische, soziale und bildungspolitische Aspekte der Stadtentwicklung miteinander zu verbinden.
Initiiert wurde der Vorstoss von Gemeinderat Patricio Frei, dem Erstunterzeichner des Postulats der Grünen Uster. Auf Anfrage teilt er mit, dass für ihn der Bezug zur Ernährung und Saisonalität der Lebensmittel im Zentrum stehe; diesen hätten viele Menschen verloren. Das Projekt biete eine Chance, das Thema aufzugreifen – ohne grossen Mehraufwand.
Für die Stadt Uster sieht Frei mehrere Vorteile: Essbare Pflanzen könnten die bestehende Begrünung aufwerten und gleichzeitig einen Beitrag zur Biodiversität leisten. «Im Hinblick auf die Stadtentwicklung unterstützt das Projekt das vielseitige Angebot an Siedlungsfreiräumen und leistet einen kleinen Beitrag zur regionalen und städtischen Versorgungssituation», führt er weiter aus.

