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Wechsel im Kantonsparlament

Das sind die neuen Oberländer Gesichter im Kantonsrat

Die Pfäffikerin Nadja Wirth (Grüne) und der Dübendorfer Ivo Hasler (SP) sitzen ab Februar im Kantonsrat. Sie folgen auf Urs Dietschi und Stefan Feldmann.

Nadja Wirth (Grüne, Pfäffikon) und Ivo Hasler (SP, Dübendorf) rücken per 2. Februar in den Kantonsrat nach.

Fotos: Direktion der Justiz und des Innern

Das sind die neuen Oberländer Gesichter im Kantonsrat

Wechsel im Kantonsparlament

Die Pfäffikerin Nadja Wirth (Grüne) und der Dübendorfer Ivo Hasler (SP) sitzen ab Februar im Kantonsrat. Sie folgen auf Urs Dietschi und Stefan Feldmann.

Bei den Oberländer Kantonsräten kommt es per 2. Februar gleich zu zwei Wechseln. Wie die Direktion der Justiz und des Innern mitteilt, hat sie die 22-jährige Pfäffikerin Nadja Wirth (Grüne) und den 46-jährigen Dübendorfer Ivo Hasler (SP) als gewählt erklärt. Beide waren in ihren Wahlkreisen erste Ersatzmitglieder auf den entsprechenden Parteilisten.

Ins Kantonsparlament nachrücken können die beiden, weil mit dem Grünen Urs Dietschi aus Tagelswangen und dem Ustermer Stefan Feldmann (SP) gleich zwei Oberländer Vertreter vorzeitig zurücktreten.

Porträts von zwei Männern.
Urs Dietschi (Grüne) und Stefan Feldmann (SP) treten aus dem Kantonsrat zurück.

Der inzwischen 71-jährige Urs Dietschi rückte 2014 nach dem vorzeitigen Abgang von Esther Hildebrand (Illnau-Effretikon) in den Kantonsrat nach. 2015 verpasste er die Wiederwahl. 2019 schaffte der Informatiker den Sprung ins Kantonsparlament wieder.

Zuletzt trat Urs Dietschi unter anderem als Mitglied der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) zur Datensicherheit in Erscheinung, die die unsachgemässe Entsorgung von Daten der Justizdirektion untersuchte. Die Mitarbeit in der PUK bezeichnet er rückblickend als Highlight seiner Tätigkeit im Kantonsrat. «Hier haben wir, über alle Parteigrenzen hinweg, zielgerichtet zusammengearbeitet.»

Seit 2023 war Dietschi auch Mitglied der Justizkommission. Der ehemalige Radrennfahrer ist zudem als Flughafenkritiker und Fluglärmgegner bekannt. Er engagiert sich im Vorstand des Effretiker Vereins Fair in Air. Dies werde er auch künftig als Vizepräsident tun.

Auch sein Mandat als Ersatzbezirksrat in Pfäffikon behält er vorerst, dasselbe gilt für das Amt als Präsident der Grünen des Bezirks Pfäffikon. Privat möchte sich Dietschi nach seinem Rückzug aus dem Kantonsrat vermehrt um sein Enkelkind kümmern: «Seit bald drei Monaten bin ich stolzer Opi.»

Junge Nachfolgerin bei den Grünen

Die Nachfolge Dietschis wird Nadja Wirth aus Pfäffikon antreten. Die 22-Jährige ist gelernte Kauffrau und studiert Betriebswirtschaft an der Hochschule Luzern. Ausserdem arbeitet sie als Buchhalterin bei der Alternative – den Grünen im Kanton Zug.

Seit Mitte 2022 ist Wirth Co-Präsidentin der Jungen Grünen Zürcher Oberland, seit Anfang 2025 auch Co-Präsidentin der Jungen Grünen Zürich. Von 2022 bis 2024 war sie Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Schweiz. Bei den kommunalen Wahlen vom 8. März kandidiert Nadja Wirth für die Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission in Pfäffikon.

Mit Unterbrüchen seit 2003 im Kantonsrat

Der zweite Wechsel erfolgt innerhalb der SP des Bezirks Uster. Der zurücktretende Stefan Feldmann ist in der Region vor allem auch als Ustermer Stadtrat und Bauvorsteher bekannt. Er gehört der städtischen Exekutive seit 2018 an und tritt auch bei den kommenden Erneuerungswahlen am 12. April wieder an. Im Kantonsrat sitzt der SP-Mann seit 2003 – mit einem Unterbruch von 2007 bis 2011.

Einen Zusammenhang zwischen seinem Rücktritt und der erneuten Kandidatur als Stadtrat gebe es nicht, schreibt Feldmann auf Anfrage. Der Grund sei «völlig unspektakulär»: Es sei von Anfang an klar gewesen, dass seine fünfte Legislatur auch die letzte sein werde.

Ein Highlight aus seiner Zeit im Kantonsrat kann Stefan Feldmann nicht nennen. «Ich bilde mir aber ein, bei einigen Geschäften, die in der Kommission für Wirtschaft und Arbeit bearbeitet wurden, einen Beitrag geleistet zu haben.»

Nachdem der Kantonsrat im vergangenen Dezember den 10-Millionen-Kredit für das neue Kultur- und Begegnungszentrum in Uster genehmigt hat, «ist es nun Zeit, meinem Nachfolger das Nachrücken zu ermöglichen, sodass er sich einarbeiten kann».

Vom Stadt- zum Kantonsrat

Dieser Nachfolger heisst Ivo Hasler und wohnt in Dübendorf. Der gebürtige Thurgauer ist seit 2022 Stadtrat und steht dem Sozialdepartement vor. Ab 2018 sass der Architekt bereits im Gemeinderat und amtete von 2021 bis 2022 als höchster Dübendorfer.

Ivo Hasler und Nadja Wirth werden voraussichtlich am 23. Februar an ihrer ersten Kantonsratssitzung teilnehmen. Dann werden sie auch vereidigt.

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