Gemeinden im Bezirk Uster bündeln ihre Zivilschutzorganisationen
Aus 7 mach 3
Noch bestehen mehrere kleinere Zivilschutzorganisationen im Bezirk Uster. Sinnvoll und zeitgemäss ist das allerdings nicht mehr. Jetzt steht eine grosse Umstrukturierung bevor.
Bei Katastrophen, Notlagen und anderen ausserordentlichen Ereignissen kommt der Zivilschutz zum Einsatz. Und wie es der Name schon sagt, hat er die Aufgabe, die Bevölkerung zu schützen. Im Bezirk Uster übernehmen das die sieben bestehenden Zivilschutzorganisationen: Region Dübendorf, Egg-Mönchaltorf-Oetwil am See, Fällanden, Greifensee-Schwerzenbach, Maur, Uster und Volketswil.
Dass der Zivilschutz in viele einzelne Organisationen aufgeteilt ist, ist allerdings nicht mehr sinnvoll, wie die genannten Gemeinden in einer gemeinsamen Medienmitteilung am Montag schreiben. So habe sich mit dem totalrevidierten Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz die Ausgangslage grundlegend verändert. «Die Dienstpflicht wurde verkürzt, die Aufgaben stärker auf neue Gefahren ausgerichtet und die Sollbestände an Zivilschutzangehörigen vom Kanton Zürich neu berechnet.»
Wegen dieser Änderungen könnten die einzelnen Zivilschutzorganisationen ihren gesetzlichen Auftrag nicht mehr vollumfänglich erfüllen, heisst es in der Medienmitteilung. «Um weiterhin eine verlässliche Einsatzbereitschaft und Durchhaltefähigkeit auch bei Grossereignissen, Katastrophen und Notlagen sicherzustellen, ist eine strukturelle Neuausrichtung erforderlich.»
Weniger ist mehr
Die betroffenen Gemeinden im Bezirk Uster konnten sich nach einem mehrjährigen Prozess letztlich auf eine Variante einigen. So sollen neu nur noch drei Zivilschutzorganisationen (ZSO) bestehen. Dies sind die ZSO Region Dübendorf (Dübendorf, Fällanden, Maur und Wangen-Brüttisellen), die ZSO Region Uster (Greifensee, Schwerzenbach, Uster und Volketswil) sowie die ZSO Egg-Mönchaltorf-Oetwil am See. Für Letztere wird sich dabei nichts ändern, da diese Zivilschutzorganisation bereits heute in dieser Form existiert.
Die Exekutiven der involvierten Gemeinden stehen geschlossen hinter dem Vorschlag. Sie erhoffen sich durch das Zusammenlegen, dass die Einsätze «professioneller, schneller und mit genügend personellen Ressourcen erfolgen können». So liessen sich dank der neuen Strukturen im Ereignisfall mehr Einsatzkräfte mobilisieren. Aber auch die Ausbildung soll so an Professionalität gewinnen. Zu alledem bleibe die Nähe zu den Gemeinden erhalten, sodass auf die unterschiedlichen Bedürfnisse Rücksicht genommen werden könne.
Bevor die Zivilschutzorganisationen umfassend umstrukturiert werden, müssen aber noch die Stimmberechtigten das Vorhaben absegnen. Derzeit arbeiten die Verantwortlichen an der Ausarbeitung für das weitere Vorgehen. Der Zeitplan sieht dabei vor, dass die Umorganisation ab 2028 erfolgt.
