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Vier Kandidierende für einen Sitz

Stadtratswahlen Wetzikon: Bitte nicht drängeln

Ein Herausforderer für Stadtpräsident Pascal Bassu und vier Kandidierende für einen frei werdenden Sitz: Die Wahlen 2026 in Wetzikon versprechen Spannung.

Der Wetziker Stadtrat nach den Wahlen 2022 (von links): Jürg Schuler, Pascal Bassu, Henry Vettiger, Christine Walter Walder, Remo Vogel, Sandra Elliscasis und Stefan Lenz. (Archiv)

Foto: Christian Merz

Stadtratswahlen Wetzikon: Bitte nicht drängeln

Vier Kandidierende für einen Sitz

Ein Herausforderer für Stadtpräsident Pascal Bassu und vier Kandidierende für einen frei werdenden Sitz: Die Wahlen 2026 in Wetzikon versprechen Spannung.

Pascal Bassu (SP) gegen Heinrich «Henry» Vettiger (SVP). So lautet das Duell um das Stadtpräsidium von Wetzikon an den Wahlen vom 12. April 2026. Schon vor vier Jahren standen sich der Sozialdemokrat und der SVP-Politiker gegenüber.

Da damals mit Sandra Elliscasis (FDP) eine zweite bürgerliche Politikerin ins Stadtpräsidium wollte, setzte sich Bassu im zweiten Wahlgang mit nicht einmal 100 Stimmen Vorsprung vor Vettiger durch. Für Vettiger war das eine ärgerliche, aber keine neue Erfahrung: Bereits 2014 und 2018 war er am damaligen Stadtpräsidenten Ruedi Rüfenacht (EVP) gescheitert.

«Den Jugendpreis werde ich nicht mehr gewinnen», sagt der mittlerweile 73-jährige Vorsteher des Ressorts Tiefbau, Umwelt und Energie zu seiner neuerlichen Kandidatur. Er stehe für «weltoffene konservative Werte», sagt der Maschinenbauingenieur, der seit 2014 im Wetziker Stadtrat sitzt.

Eine Stadt, aber bürgerlich dominiert

Wetzikon ist mit seinen rund 27’000 Einwohnerinnen und Einwohnern die sechstgrösste Stadt des Kantons Zürich. Anders als die grossen Städte im Kanton ist Wetzikon bürgerlich dominiert. Neben Stadtpräsident Bassu politisiert Christine Walter Walder (Grüne) im linken Spektrum, der Rest des siebenköpfigen Gremiums setzt sich zusammen aus FDP, SVP und Mitte. Ähnlich sind die Mehrheitsverhältnisse im 36-köpfigen Parlament.

Wetzikon sei in der Tat eher bürgerlich, sagt Pascal Bassu: «Aber die Stadt wird zunehmend urbaner.» Dass er von Henry Vettiger herausgefordert werde, gehöre zum politischen Geschäft, sagt der 56-Jährige. «Das Team, das wir jetzt im Stadtrat haben, hat in den letzten vier Jahren viel erreicht und viel auf den Weg gebracht.» Und er denke, er habe dieses Team gut geleitet.

Viel Spannung im Rennen um den Stadtrat

Spannung verspricht auch das Rennen um die beiden frei werdenden Stadtratsmandate. Auch hier stehen die definitiven Wahlvorschläge jetzt fest. Nachdem Remo Vogel (Mitte) und Jürg Schuler (FDP) nicht mehr antreten, bahnt sich ein Gedränge vor der Drehtür ins Wetziker Stadthaus an.

Schuler sitzt als Präsident der Schulpflege im Stadtrat. Um seine Nachfolge und das Ressort Bildung bewerben sich Andrea Grossen-Aerni (EVP) und Thomas Ineichen (FDP). Grossen-Aerni sitzt seit 2020 im Wetziker Parlament und ist seit Mai 2024 auch Zürcher Kantonsrätin. Ineichen leitet seit 2002 die Musikschule Zürcher Oberland und setzt sich seit Jahren für die Kulturszene Wetzikons ein. Da sich für die neun Sitze in der Schulpflege neun Kandidierende gemeldet haben, geht es am 12. April ausschliesslich ums Präsidium und damit um den siebten Sitz im Stadtrat.

Für die übrigen sechs Sitze in der Exekutive liegen neun Bewerbungen vor. Fünf Bisherige treten erneut an: Bassu, Vettiger, Elliscasis, Walter Walder und Stefan Lenz (FDP). Dazu kommen vier Neue, von denen sich wohl nur zwei echte Chancen ausrechnen dürfen: Es sind dies Bruno Bertschinger (SVP) und Marie-Therese Büsser (GLP). Bertschinger ist Landwirt und seit 2014 im Stadtparlament. Büsser ist Naturwissenschaftlerin. Sie sass von 1991 bis 2001 für die Grünen im Zürcher Kantonsrat und war acht Jahre Gemeinderätin ihrer früheren Wohngemeinde Rüti.

Dazu kommen mit den parteilosen Dan Lohrer und Per Martensson zwei weitere Kandidaten. Ohne Partei im Rücken werden es die beiden Quereinsteiger schwer haben, durch die Drehtür zu kommen.

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