Politik

Provisorium aufgehoben

Uster stellt die Nutzung des Stadthauses als Asylunterkunft ein

Bis vor Kurzem verwendete die Stadt Uster den Westflügel des Stadthauses als Asylunterkunft. Mittlerweile hat sie andere Pläne für den Gebäudeteil.

Uster stellt die Nutzung des Stadthauses als Asylunterkunft ein

Bis vor Kurzem verwendete die Stadt Uster den Westflügel des Stadthauses als Asylunterkunft. Mittlerweile hat sie andere Pläne für den Gebäudeteil.

Der Westflügel des Stadthauses Uster bot während dreieinhalb Jahren ein Zuhause für rund 50 aus der Ukraine geflüchtete Menschen. Damit ist nun Schluss. Wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt, wurden die Unterkunftsmöglichkeiten an anderen Standorten ausgebaut. So konnte der Westflügel per Ende November an das Geschäftsfeld Liegenschaften zurückgegeben werden.

Aufgrund des Ukraine-Kriegs hatte der Kanton Zürich im Frühling 2022 die Zuweisungsquote für Geflüchtete von 0,5 auf 1,6 Prozent der Bevölkerungszahl erhöht. Der Stadtrat Uster entschied daher, die vielen Schutzsuchenden im Westflügel des Stadthauses zu beherbergen. Diese Räume standen aufgrund von geplanten Sanierungsarbeiten leer. Die Renovationen wurden nach dem Entscheid des Stadtrats verschoben.

Neue Unterkünfte bieten Entlastung

Seither arbeitete die städtische Asyl- und Flüchtlingskoordination laufend daran, mehr Unterbringungsmöglichkeiten für Geflüchtete zu schaffen. Durch die Miete des ehemaligen Altersheims Rosengarten im September 2023 und den Kauf einer Modulbaute der Stiftung Wagerenhof kamen über 140 Plätze dazu. Zusätzlich stabilisierte sich die Lage im Asylbereich allmählich.

Die Räume im Stadthaus würden nun nicht mehr benötigt, heisst es seitens der Stadt Uster. Stadträtin Petra Bättig (FDP) würdigt das Engagement der Mitarbeitenden. Die Unterbringung im Stadthaus sei eine «kostengünstige Lösung ohne zusätzliche Belastung des Wohnungsmarkts» gewesen und habe während der ganzen Zeit ohne grössere Zwischenfälle funktioniert, lässt sie sich in der Mitteilung zitieren.

Das Geschäftsfeld Liegenschaften nimmt nun die Sanierungsarbeiten im Stadthaus wieder auf. Im Moment erfolgt die Planung der Renovation des Ost- und des Westflügels. Die Arbeiten sollen bis 2028 fertiggestellt sein. Danach werden die Räume durch die städtische Verwaltung genutzt.

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