Nach kurzer Versammlung kommt das Budget in Russikon durch
Budget mit Änderungen
Das Budget 2026 gab in Russikon keinen Anlass für Diskussionen. Trotzdem wurde es nicht unangetastet genehmigt.
Gerade einmal 68 Stimmberechtigte fanden sich am Montagabend zur Gemeindeversammlung im Russiker Riedhus ein. Viel Sitzleder mussten sie nicht beweisen. Nach lediglich 34 Minuten war die Versammlung zu Ende.
Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) hatte zwei Änderungsanträge zum Budget 2026 gestellt. Dieses sieht bei Ausgaben von 34,56 Millionen und Einnahmen von 33,31 Millionen ein Minus von 1,25 Millionen Franken vor.
Da war einerseits der Antrag zur Aufnahme der fehlenden Aufwendungen von insgesamt 445’000 Franken für die Sanierung und den Neubau der Siedlungsentwässerung der Reitistrasse in Madetswil, der mit 36 Ja- und 28 Nein-Stimmen genehmigt wurde. Und andererseits beantragte die RPK die Reduktion des Budgetbeitrags für das Vereinshaus Tüfiwis von 1,1 Millionen Franken auf 150’000 Franken. Dieser Antrag fand hingegen kein Gehör: Er wurde mit 32 Nein- zu 21 Ja-Stimmen abgelehnt.
Das bereinigte Budget wurde schliesslich mit nur einer Gegenstimme abgenommen. Dem gleichbleibenden Steuerfuss von 113 Prozent stimmte die Versammlung ohne Gegenstimme zu.
In seinem Referat zum Budget äusserte Raphael Alder (FDP), Ressortvorsteher Finanzen und Liegenschaften, sein Bedauern über eine eingereichte Aufsichtsbeschwerde sowie eine Stimmrechtsbeschwerde zum Quartierplan Russikon Oberdorf. «Diese führen zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen bei der Zentrumsgestaltung und Realisierung des dringend benötigten Ärztezentrums im Dorfkern von Russikon.» Solange vom Baurekursgericht keine Antwort vorliegt, kann das Projekt nicht bei der kantonalen Baudirektion zur Genehmigung eingereicht werden.
