Rüti braucht mehr Schulraum – und will dafür 30 Millionen ausgeben
Für die Aktienkapitalerhöhung des GZO Spital Wetzikon will der Rütner Gemeinderat kein Geld sprechen. Dafür will er sich mehr Schulraum leisten: Knapp 30 Millionen Franken kostet die geplante Erweiterung des Schulhauses Ferrach.
Die Schulgemeinde braucht mehr Schulraum und das schnell. Mitunter deshalb gehen die Rütnerinnen und Rütner am 30. November an die Urne: Die Rede ist vom dreigeschossigen Neubau mit Untergeschoss und einer Sporthalle für das Primarschulhaus Ferrach.
Das Projekt nahm schon einige Hürden und befand sich über längere Zeit in Warteposition. Es hat die kritische Prüfung der Natur- und Heimatschutzkommission (NHK) bestanden und im Sommer 2024 eine Baubewilligung erhalten.
Bisherige Planungsschritte
2012 wurde ein Projektierungswettbewerb nach einer Beschwerde durch das Verwaltungsgericht aufgehoben.
2019 veranlasste die Schulpflege einen Neustart und vergab den Planungsauftrag für ein neues Vorprojekt.
Nach Vergabe des Vorprojekts wurde ein zusätzlicher Raumbedarf festgestellt.
Daraufhin wurde ein Projektkredit über 1,3 Millionen Franken gesprochen.
Zunächst wurde ein viergeschossiges Projekt anvisiert – die Natur- und Heimatschutzkommission übte Kritik, weshalb nach unzähligen Planungsschritten ein dreigeschossiges Projekt realisiert werden soll.
Die Baubewilligung wurde im August 2024 erteilt – es sind keine Einsprachen eingegangen.
In den Abstimmungsunterlagen wird das Vorhaben als «zentraler Baustein für die langfristige Versorgung der Schule Rüti» bezeichnet. Freuen sollte das nicht nur die Schule Rüti, die in den nächsten 15 Jahren mit einem Zuwachs von sechs Schulklassen (total 44) rechnet, sondern auch die ortsansässigen Vereine. Denn auch sie würden in den Genuss der neuen Sporthalle kommen, die bisherige Turnhalle hätte ausgedient – aber zunächst der Reihe nach.

