Gossau lässt sich nicht in Eigentumsbereich hineinreden
Obwohl Gossau in Sachen Finanzen nicht gerade auf Rosen gebettet ist, kam das Budget 2026 – wohl auch im Wissen einer bereits verankerten Schuldenbremse – problemlos durch. Dafür wurden entscheidende Begriffe für die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung gestrichen, sprich beibehalten.
Nach mehr als 20 Jahren im Amt ist Gossaus Gemeindepräsident Jörg Kündig (FDP) mehr als routiniert. Gegenüber den 244 Stimmberechtigten machte er am Montagabend gleich klar, dass es wohl eine intensivere Gemeindeversammlung werden könnte. Wohl auch deshalb bemerkte er scherzhaft: «Anfragen nach dem Gemeindegesetz sind keine eingegangen. Ohnehin wissen sie ja, dass man diese zehn Jahre vor der Versammlung einreichen muss.» Natürlich wären es nur 10 Tage, so viel dazu.
Insgesamt drei Stunden sollten die Versammelten an diesem Abend auf den harten Kirchenbänken verbringen. Für tatsächlichen und tiefgreifenden Gesprächsstoff sorgte vor allem eines der drei gelisteten Traktanden: die Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO).
Wirklich alles wie gehabt?
Relativ entspannt, doch zugleich eifrig und als Ingenieur fachlich kompetent wie überzeugend, präsentierte der Bauvorsteher Daniel Baldenweg (EVP) die von ihm als «nächsten Schritt in einer grossen Gesamtplanung» bezeichnete Teilrevision der BZO. Denn es handelte sich schon um die dritte dieser Kategorie, die sich seit 2015 nach einer übergeordneten Entwicklungsstrategie richten sollte.

