Gaspreis in Wetzikon wird gesenkt, Wasserpreise steigen
Gute und schlechte Nachricht
Weniger Kosten für Gas, dafür die zweite Erhöhung der Wassertarife in Folge: In Wetzikon wurde wieder an den Preisen geschraubt.
Das Auf und Ab der letzten Jahre geht weiter: Wie der Stadtrat mitteilt, kann der Gaspreis in Wetzikon wieder gesenkt werden. «Gesunkene Erdgaspreise an den Grosshandelsmärkten führen zusammen mit den weitgehend stabilen Kosten für das eigene und vorgelagerte Netz im Standardmix mit 35 Prozent Biogasanteil zu einer Senkung der Gastarife um 0,69 Rappen pro Kilowattstunde», heisst es in einer aktuellen Mitteilung.
Zudem können die Stadtwerke auch 2026 eine Sonderausschüttung in Höhe von 0,8 Rappen pro Kilowattstunde aus Ertragsüberschüssen aus Vorjahren zurückgeben. Damit sind die verbleibenden Ertragsüberschüsse aus Vorjahren ausgeschöpft. Bei einem Einfamilienhaus mit einem jährlichen Energieverbrauch von rund 20’000 Kilowattstunden reduziert sich das Gas gegenüber dem Vorjahr, unter Berücksichtigung der Sonderausschüttung, um rund 41 Franken pro Jahr. Die CO2-Abgabe reduziert sich leicht auf 2,158 Rappen pro Kilowattstunde.
Der Stadtrat verfolgt die Marktsituation laufend und ist bei Bedarf bereit, auch unterjährig Tarifanpassungen in beide Richtungen vorzunehmen. Gesetzeskonform wurde der Preisüberwacher über das Jahr hindurch zu den geplanten Tarifmassnahmen konsultiert. «Bis zum Entscheid des Stadtrats lag noch keine Rückmeldung vor», heisst es abschliessend.
Schuldenabbau durch Tariferhöhung
Gleichzeitig werden die Wassertarife weiter angehoben. Laufende Aufwendungen können mit den in einem ersten Schritt bereits angehobenen Tarifen auf 2025 gerade gedeckt werden. «Anstehende Investitionen in die Wasserversorgung verhindern aber den Schuldenabbau», heisst es in der Mitteilung. Bis 2029 rechnen die Stadtwerke mit sehr hohen Investitionen von durchschnittlich 3,6 Millionen Franken pro Jahr, insbesondere für die Sanierung der Quellen Hinterburg, Neuegg und Chämtnerwald.
Eine weitere Erhöhung der Wassertarife um 0,40 Franken pro Kubikmeter per 1. Januar 2026 werde somit unumgänglich. Die Grundpreise bleiben auf dem heutigen Niveau unverändert. Insgesamt resultiert eine durchschnittliche Erhöhung der Wassergebühren von 15 Prozent über alle Tarifsegmente. «Für einen Abbau dieser Schulden und um den Werterhalt der Anlagen auch langfristig sicherzustellen, muss mit weiteren Tariferhöhungen in den kommenden Jahren gerechnet werden», schreibt der Stadtrat.
Zur vorliegenden Preispolitik wurde der Preisüberwacher gesetzeskonform konsultiert. Er verzichtet auf eine Empfehlung und betrachtet die Konsultation als gesetzeskonform.
Eine detaillierte Preisübersicht der Gas- und Wasserkosten ist auf der Website www.wetzikon.ch/stadtwerke zu finden.