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Politik

Wasser- und Gaspreise in Wetzikon steigen wieder

Sowohl für Wasser als auch für Gas muss die Wetziker Bevölkerung ab dem neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen. Der Preisüberwacher ist damit nicht ganz zufrieden.

Kochen oder heizen mit Gas: Ab Januar 2025 wird dieser «Spass» wieder etwas teurer. (Symbolbild)

Foto: Sandro Compagno

Wasser- und Gaspreise in Wetzikon steigen wieder

Ab 2025

Sowohl für Wasser als auch für Gas muss die Wetziker Bevölkerung ab dem neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen. Der Preisüberwacher ist damit nicht ganz zufrieden.

«Wetzikon erhöht Gastarife um 88 Prozent», las man 2022, «Wetzikon senkt per Mitte Jahr die Gaspreise», dann 2023 – das Auf und Ab der letzten Jahre geht jetzt weiter. Der Wetziker Stadtrat hat bekannt gegeben, dass die Gaspreise per 1. Januar 2025 wieder ansteigen, und zwar durchschnittlich um 0,82 Rappen pro Kilowattstunde.

«Die Gaspreise am Grosshandelsmarkt befinden sich wieder im Aufwärtstrend», heisst es in der Mitteilung. «Treiber sind hauptsächlich die Unsicherheiten in den Nahost- und Ukraine-Konflikten.» Dämpfend auf den Preisanstieg wirke sich hingegen die gute Versorgungslage in Europa aus.

Der Preisüberwacher hat die geplante Tarifanpassung bereits geprüft und beurteilt. Allerdings weiche der Stadtrat von dessen Erwartungen ab, heisst es in der Mitteilung weiter. «Obwohl der Stadtrat Verständnis für den Preisüberwacher hat, sieht er nebst der erneuten Sonderausschüttung von einem weiteren Abbau der Reserven ab.» Zur angeregten Abschaffung der Abgabe an das Gemeinwesen fehle die Legitimation, da dies vom Parlament beschlossen worden sei.

Eine detaillierte Preisübersicht ist auf der Website www.stadtwerke-wetzikon.ch zu finden.

Weitere Tariferhöhungen absehbar

Doch nicht nur Gas wird teurer in Wetzikon. Durch bevorstehende Investitionen müssten die Stadtwerke Wetzikon die Wassertarife ab 2025 erhöhen, heisst es seitens der Stadt. Bis 2029 stehen Investitionen von durchschnittlich 3,6 Millionen Franken pro Jahr an, insbesondere für die Sanierung der Quellen Hinterburg, Neuegg und Chämtnerwald.

Eine Erhöhung der Wassertarife um 0,35 Franken pro Kubikmeter per 1. Januar 2025 ist die Folge, weitere könnten folgen. Zugleich werden die Grundpreise angepasst und zwischen 10 und 35 Prozent angehoben. Insgesamt resultiert eine durchschnittliche Erhöhung der Wassergebühren von 18 Prozent über alle Tarifsegmente.

«Mit dieser Erhöhung können Schulden stabilisiert beziehungsweise leicht reduziert werden», schreibt die Stadt. Deswegen, und um den Werterhalt der Anlagen auch langfristig sicherzustellen, seien weitere Tariferhöhungen in den kommenden Jahren unumgänglich.

Auch zu den Wassertarifen wurde der Preisüberwacher konsultiert. Nach dessen Angaben sind seine Mitarbeitenden derzeit aber überlastet und benötigen neu bis zu 16 Wochen für eine Beurteilung. Bislang ist darum keine Rückmeldung eingegangen. Weitere Informationen zu den Wasserpreisen sind ebenfalls auf der Website der Stadtwerke zu finden.

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