Böller und Raketen könnten auch in Greifensee bald Geschichte sein
Zündschnur gekappt?
Im Sommer hat ein Greifenseer eine Einzelinitiative eingereicht, um privates Feuerwerk auf dem Gemeindegebiet zu verbieten. Jetzt hat der Gemeinderat sie für gültig erklärt.
Ein goldener Regen aus Feuerfunken erhellt den Nachthimmel, und bunte Lichter verwandeln die Dunkelheit in ein spektakuläres Schauspiel. Solche Szenen könnten in Greifensee schon im kommenden Jahr der Vergangenheit angehören.
Eine Privatperson aus Greifensee hat Ende Juli eine Einzelinitiative eingereicht. In dieser verlangt der Initiant ein Verbot von privatem Feuerwerk auf dem Gemeindegebiet. Dies aus Umwelt-, Lärm- und Sicherheitsgründen. Der Gemeinderat hat die Initiative Mitte September für gültig erklärt, wie die Gemeinde nun mitteilt.
Schliesst sich Greifensee einer wachsenden Bewegung an?
Das Thema Feuerwerksverbot beschäftigt längst nicht nur Greifensee. Auch in zahlreichen Gemeinden im Zürcher Oberland wird über ähnliche Verbote diskutiert, oder diese sind bereits in Kraft.
Noch ist Greifensee auf der Landkarte in Sachen Feuerwerk orange markiert – ein Verbot steht also noch nicht fest. Erst bei der nächstmöglichen Gemeindeversammlung im nächsten Jahr wird endgültig darüber entschieden, ob Greifensee künftig als «rote Zone» gelten wird.
Doch Feuerwerksfans müssen nicht komplett verzagen: Laut Initiant sollten auch bei einem Verbot Abweichungen möglich sein. Für besondere Anlässe könnten Gesuche für eine Ausnahmebewilligung eingereicht werden.
