Parlament Wetzikon macht Weg frei für GZO-Volksabstimmung
Zweistündige Debatte
Der Graben zum GZO-Darlehen zieht sich durch fast alle Fraktionen im Wetziker Parlament. Letztlich ist die Unterstützung für den Sanierungsplan des Spitals aber gross.
Volle zwei Stunden hat das Wetziker Parlament am Montag über den 12,77-Millionen-Kredit beraten, den die Stadt als Anteil an die Aktienkapitalerhöhung für das GZO-Spital leisten soll.
Während der Stadtrat hinter dem Sanierungsplan des Spitals steht, zeigt sich das Parlament gespalten. Gegner des Kredites werfen den Befürwortern vor, alleine auf Glauben und Emotionen zu setzen. Sie als Realisten sähen jedoch die Gefahr eines Fasses ohne Boden. Unterstützer der Vorlage verweisen dagegen auf die Bedeutung des Spitals für die Gesundheitsversorgung, als Arbeitgeber und generell für die Wirtschaft.
Volk soll entscheiden können
Befürworter des Kredites appellierten am Montag an die Gegner, sich wenigstens der Stimme zu enthalten, damit auch das Volk über dieses wichtige Geschäft abstimmen könne. Würde das Parlament den Kredit nämlich ablehnen, könnten die Wetziker nicht mehr Stellung zum Sanierungsplan nehmen. Stadtpräsident Pascal Bassu (SP) machte klar, dass ein Nein an diesem Abend diesen Plan scheitern liesse. Die Folge wäre der Konkurs des GZO-Spitals.
Bei der Abstimmung unter Namensaufruf zeigte sich dann, dass die Meinungen zur Zukunft des Spitals in fast allen Fraktionen geteilt sind. Letztlich war das Ergebnis aber deutlich: 26 Ja standen 6 Nein gegenüber. Nur eine Parlamentarierin enthielt sich. Damit kann die Urnenabstimmung am 30. November stattfinden.
Kritik an Investitionsstau
Zu keinen grossen Diskussionen Anlass gab dagegen die positiv abschliessende Jahresrechnung 2024. Bemängelt wurde der Investitionsstau sowie die finanzielle Situation im Pflegezentrum Wildbach. Gleichwohl wurde die Rechnung einstimmig gutgeheissen.
Ein ausführlicher Bericht zur Parlamentssitzung folgt.