Abo

Politik

Zweistündige Debatte

Parlament Wetzikon macht Weg frei für GZO-Volksabstimmung  

Die Wetziker werden am 30. November an der Urne über die Zukunft des GZO-Spitals entscheiden. Das Parlament spricht sich klar für ein Millionen-Darlehen aus.

Düstere Zeiten für das GZO-Spital in Wetzikon: Nun steht fest, dass auch die Stimmberechtigten der Standortgemeinde Wetzikon über den Kredit für die Sanierung des Spitals abstimmen können.

Foto: Simon Grässle

Parlament Wetzikon macht Weg frei für GZO-Volksabstimmung  

Zweistündige Debatte

Der Graben zum GZO-Darlehen zieht sich durch fast alle Fraktionen im Wetziker Parlament. Letztlich ist die Unterstützung für den Sanierungsplan des Spitals aber gross.

Volle zwei Stunden hat das Wetziker Parlament am Montag über den 12,77-Millionen-Kredit beraten, den die Stadt als Anteil an die Aktienkapitalerhöhung für das GZO-Spital leisten soll.

Während der Stadtrat hinter dem Sanierungsplan des Spitals steht, zeigt sich das Parlament gespalten. Gegner des Kredites werfen den Befürwortern vor, alleine auf Glauben und Emotionen zu setzen. Sie als Realisten sähen jedoch die Gefahr eines Fasses ohne Boden. Unterstützer der Vorlage verweisen dagegen auf die Bedeutung des Spitals für die Gesundheitsversorgung, als Arbeitgeber und generell für die Wirtschaft.

Volk soll entscheiden können

Befürworter des Kredites appellierten am Montag an die Gegner, sich wenigstens der Stimme zu enthalten, damit auch das Volk über dieses wichtige Geschäft abstimmen könne. Würde das Parlament den Kredit nämlich ablehnen, könnten die Wetziker nicht mehr Stellung zum Sanierungsplan nehmen. Stadtpräsident Pascal Bassu (SP) machte klar, dass ein Nein an diesem Abend diesen Plan scheitern liesse. Die Folge wäre der Konkurs des GZO-Spitals.  

Bei der Abstimmung unter Namensaufruf zeigte sich dann, dass die Meinungen zur Zukunft des Spitals in fast allen Fraktionen geteilt sind. Letztlich war das Ergebnis aber deutlich: 26 Ja standen 6 Nein gegenüber. Nur eine Parlamentarierin enthielt sich. Damit kann die Urnenabstimmung am 30. November stattfinden.

Kritik an Investitionsstau

Zu keinen grossen Diskussionen Anlass gab dagegen die positiv abschliessende Jahresrechnung 2024. Bemängelt wurde der Investitionsstau sowie die finanzielle Situation im Pflegezentrum Wildbach. Gleichwohl wurde die Rechnung einstimmig gutgeheissen.

Ein ausführlicher Bericht zur Parlamentssitzung folgt.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.