Mönchaltorfer Behörden sollen mehr Geld erhalten
Zehn Prozent Teuerungsausgleich
Im Dezember kommt die Teilrevision der Entschädigungsverordnung vor die Mönchaltorfer Gemeindeversammlung. Darin werden die Ansätze für Behörden und Kommissionen erhöht.
Das aktuell gültige Entschädigungsreglement für Gemeindebehörden in Mönchaltorf gilt seit dem 1. Juli 2018. «Die Entschädigungsansätze wurden in den letzten Jahren nie angepasst», schreibt der Gemeinderat in einer aktuellen Mitteilung. Gestützt auf die in dieser Zeit aufgelaufene Teuerung will er diese Ansätze für die Mitglieder der Behörden und Kommissionen auf Beginn der neuen Amtsdauer 2026 bis 2030 entsprechend anheben. Deshalb soll das Reglement auf den 1. Juli 2026 angepasst werden.
Seit dem Jahr 2018 wurde dem Staats- und Gemeindepersonal im Kanton Zürich schrittweise ein Teuerungsausgleich von insgesamt 9,3 Prozent ausgerichtet. Dementsprechend soll nach dieser Zeit nun auch die Entschädigung für die Mitglieder der Behörden und Kommissionen erhöht werden. Aus dieser Erhöhung würden über alle Bereiche hinweg jährlich wiederkehrende Mehrkosten von insgesamt rund 52'000 Franken resultieren.
Erhöhung jeweils auf Jahresbeginn
Im neuen Entschädigungsreglement ist zudem vorgesehen, dass die für das Staatspersonal des Kantons Zürich anwendbaren Beschlüsse über Teuerungszulagen auch für die Mitglieder der Behörden und Kommissionen übernommen werden. «Die Teuerungsanpassung soll analog dem Gemeindepersonal jährlich jeweils auf den 1. Januar des entsprechenden Jahrs erfolgen», schreibt der Gemeinderat.
Dies soll auch für die übrigen Funktionäre der Gemeinde wie etwa Feuerwehr und Wahlbüro sowie das Friedensrichteramt gelten. Die erste Teuerungsanpassung soll gemäss Übergangsbestimmung frühestens per 2027 vollzogen werden.
Wertschätzung für Arbeit im Milizsystem
Wie der Gemeinderat weiter schreibt, soll durch die angestrebte Erhöhung der Entschädigung nicht nur eine faire und gerechte Anerkennung der geleisteten Arbeit stattfinden. «Sondern auch ein Signal gesetzt werden, dass die politische Arbeit auf kommunaler Ebene wertgeschätzt und als essenziell für die Funktion der Gesellschaft anerkannt wird.» Es gehe um eine faire Würdigung des politischen Engagements, das die Grundlage für die Entwicklung und den Erfolg der Gemeinde bilde.
Die Erhöhung der Entschädigung soll zudem dazu beitragen, das Milizsystem weiterhin attraktiv zu halten und zukünftige Generationen für die Mitarbeit in den Behörden zu gewinnen. «Mit der geplanten Erhöhung liegen die Entschädigungsansätze im Vergleich mit ähnlich grossen Gemeinden im Bezirk in einem guten Mittelfeld», heisst es in der Mitteilung abschliessend.
Der Gemeinderat beantragt der Mönchaltorfer Stimmbevölkerung anlässlich der Gemeindeversammlung vom 8. Dezember, das neue Entschädigungsreglement per 1. Juli 2026 in Kraft zu setzen.
