Kassenklingeln und Satzzeichen-Krimi: So lief die Gemeindeversammlung in Turbenthal
Die Turbenthaler Bevölkerung kann sich über ein solides finanzielles Fundament freuen. Warum es an der Gemeindeversammlung doch noch kleinere Diskussionen gab.
«Ich will Sie nicht langweilen mit Zahlen, die Sie nachher von den einzelnen Behördenmitgliedern sowieso detailliert hören werden», eröffnete Gemeindepräsident René Gubler (FDP) die Turbenthaler Gemeindeversammlung vom Montag vor 52 Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern.
Er deutete schon zu Beginn an, dass man von einer speditiven Sitzung ausgehen könne. Wer an diesem Abend einen Skandal erwartet hätte, wäre denn auch enttäuscht worden.
Für unerwartete Spannung sorgte ein Antrag eines Bürgers bezüglich der Siedlungsentwässerungsverordnung. Die vom Gemeinderat zur Abstimmung vorliegenden Anpassungen und Ergänzungen sehen unter anderem vor, dass Dachwasser seit geraumer Zeit nicht mehr direkt in die Kanalisation geleitet werden darf.
Dem Bürger ging es bei seinem Antrag um nicht mehr und nicht weniger als zwei Satzzeichen: Er wollte in einer neuen Textpassage eine Klammer in ein «und» ändern. In Verordnungen und Gesetzen sollten seiner Meinung nach keine Klammern verwendet werden, «sie stehen dafür, dass etwas auch weggelassen werden könnte, und das trifft in diesem Fall nicht zu».
