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Schwellen als Ärgernis

Die Burstwiesenstrasse bewegt die Gemüter in Greifensee

Die Schwellen an der Burstwiesenstrasse standen an der Gemeindeversammlung zur Debatte. Schneller Abbau oder langfristig planen?

Wegen der Einführung der Tempo-30-Zone an der Burstwiesenstrasse könnte man nun die Schwellen abbauen, findet der Urheber der Einzelinitiative. (Archivfoto)

Foto: Christian Merz

Die Burstwiesenstrasse bewegt die Gemüter in Greifensee

Schwellen als Ärgernis

An der Generalversammlung vom Mittwoch standen die Hindernisse an der Burstwiesenstrasse zur Debatte. Will man die Schwellen schnell abbauen oder längerfristig planen?

Vor allem die Abstimmung über die Einzelinitiative «Schwellen an der Burstwiesenstrasse» dürfte an dem heissen Sommerabend 91 Stimmberechtigte an die Generalversammlung ins Landenberghaus von Greifensee gelockt haben.

Die Hindernisse an der 1,3 Kilometer langen Strasse werden von vielen Bürgerinnen und Bürgern als störend empfunden. Im Herbst 2024 reichte deshalb Alexander Moritzi eine Einzelinitiative ein. Die Schwellen seien überflüssig, fand der Initiant – insbesondere seit im Vorjahr Tempo 30 eingeführt worden war.

Die Initiative forderte, auf das geplante Betriebs- und Gestaltungskonzept (BGK) zu verzichten und stattdessen sämtliche Schwellen sowie die begleitende Bepflanzung rasch zu entfernen – inklusive Finanzierungsvorlage an die Gemeindeversammlung.

Schwellen bleiben noch eine Weile

Trotz der Kritik wurde die Einzelinitiative deutlich abgelehnt – nur 12 Stimmberechtigte stimmten dafür. «Der Gemeinderat wird nun eine oder zwei Varianten ausarbeiten und vorschlagen», sagt Gemeindeschreiber Philippe Sturzenegger.

Denn die Sanierung betrifft mehr als nur die Schwellen: Auch die Wasserleitungen müssen erneuert werden, und die angespannte Parkplatzsituation beim Sportplatz soll neu geplant werden. Dies war Anlass für den Gemeinderat, eine umfassende Gesamtsanierung mit dem BGK in Angriff zu nehmen – unter Einbezug der Bevölkerung.

Diese langfristige Sanierung wird nun wohl etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen als ein rascher Rückbau. Und auch die Kosten werden höher ausfallen. «Wir rechnen mit rund vier Millionen Franken», sagt Sturzenegger. Dies sei eine grobe Schätzung, drei Millionen Franken für die ganze Burstwiesenstrasse und eine Million Franken für die Wasserleitungen, die sowieso in den nächsten Jahren saniert werden müssen.

Zum Vergleich: Der schnelle Abbau war in der Initiative mit 600’000 Franken veranschlagt. «Dafür entsteht etwas, das die nächsten 40 bis 50 Jahre Bestand hat», so der Gemeindeschreiber.

Jahresrechnung 2024 mit grossem Mehr verabschiedet

Die Stimmberechtigten der Gemeinde Greifensee haben die Jahresrechnung 2024 mit grossem Mehr genehmigt – lediglich zwei Personen sprachen sich gegen den Abschluss aus. Die Rechnung schliesst bei einem Aufwand von rund 34,1 Millionen Franken und einem Ertrag von gut 34 Millionen Franken mit einem moderaten Verlust von 62’417 Franken ab. Damit liegt das Defizit nur leicht über dem im Budget erwarteten Minus von 55’200 Franken.

Trotz rückläufigen Steuereinnahmen – insbesondere bei juristischen Personen und bei den Einkommens- und Vermögenssteuern natürlicher Personen im laufenden Jahr – konnte die Gemeinde von positiven Nachträgen früherer Jahre profitieren. Insgesamt schliesst der Bereich Finanzen und Steuern rund 640’000 Franken besser ab als budgetiert. (eru)

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