Die dunklen Wolken haben das Parlament erreicht
Finanzpolitische Kehrtwende in Illnau-Effretikon
Zum ersten Mal seit 2013 muss Illnau-Effretikons Finanzvorstand Philipp Wespi dem Stadtparlament mit der Jahresrechnung 2024 ein Minus erklären. Hitzig diskutiert wird allerdings nur über Verpflegungsautomaten.
Die Präsentation der Jahresrechnung im Stadtparlament Illnau-Effretikon ist für einen Medienschaffenden eine hübsche, aber eher etwas langweilige Pflichtübung: Da erklärt der Finanzvorsteher Philipp Wespi (FDP) jeweils ziemlich eloquent die wichtigsten Kennzahlen und die aktuelle Lage. Die Kommissionen bedanken sich, bringen Anmerkungen an, heben da und dort den Mahnfinger. Mehr braucht es nicht, schliesslich steht unter dem Strich immer ein schönes Millionenplus.
An diesem Donnerstagabend präsentiert sich die Ausgangslage für einmal anders. Das erste Minus seit 2013 – es beläuft sich auf 1,5 Millionen Franken – schlägt aufs Gemüt.
2,1 Millionen Franken bei den ordentlichen und 3 Millionen Franken bei den Grundstückgewinnsteuern liegt die finale Rechnung für das Jahr 2024 unter dem Budget. Der Cashflow liegt bei knapp 4,8 Millionen Franken, was angesichts der hohen Investitionstätigkeit zu einem Selbstfinanzierungsgrad von nur 28 Prozent führt. Die Nettoschuld pro Kopf hat sich auf fast 1600 Franken verdoppelt.

