Warum beim Feuerwerksverbot in Wetzikon Geduld gefragt ist
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Mit Urs Gerber (EDU) wird ein leiser Schaffer zum neuen Wetziker Parlamentspräsidenten gewählt. Zuerst wurde allerdings über Zündstoff debattiert – im wahrsten Sinne des Wortes.
Ein paar Minuten ist er im Amt, da muss Urs Gerber (EDU) bereits ein erstes Mal jemanden in die Schranken weisen. «Das Filmen und Fotografieren im Saal ist nicht erlaubt», sagt der eben gewählte neue Parlamentspräsident von Wetzikon und blickt zur Tribüne. Der Adressat: seine eigene Familie.
Wie sich im kurzen Gespräch nach der Sitzung herausstellen wird, hat diese Bestimmtheit einen beruflichen Hintergrund. Der 60-Jährige arbeitet als Personalberater beim RAV – ein Job, bei dem man nicht weit kommt, wenn man die Einhaltung gewisser Regeln nicht konsequent einfordert.
Es dürfte eine Qualität sein, von der er im kommenden Amtsjahr noch profitieren könnte. Immerhin formuliert er in seiner Antrittsrede unter anderem das Ziel, dafür zu sorgen, «dass die Sitzungen so lang wie nötig und so kurz als möglich dauern».

