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Neues Amt im Parlament

Der neue Ratspräsident in Uster wünscht sich ein lebendiges Zentrum

Ali Özcan (SP) verrät als neuer Ratspräsident von Uster seine Superkraft und erzählt, was er am liebsten für die Stadt bauen würde.

Ali Özcan (SP) wurde mit 33 Stimmen gewählt.

Foto: Eleanor Rutman

Der neue Ratspräsident in Uster wünscht sich ein lebendiges Zentrum

Neues Amt im Parlament

Ali Özcan (SP) wurde am Montagabend zum neuen höchsten Ustermer gewählt. Er verrät seine Superkraft und erzählt, was er am liebsten für die Stadt bauen würde.

Das Parlament wählte Ali Özcan (SP) zum neuen Ratspräsidenten von Uster. Er sitzt seit zehn Jahren im Gemeinderat. Bei seiner Antrittsrede sprach er von einer Stadt mit Potenzial. «Einige nennen Uster eine Schlafstadt, für mich bedeutet sie Lebensqualität.»

Er werde oft auf seinen Migrationshintergrund angesprochen, dann pflege er zu scherzen: «Ja, mein Migrationshintergrund ist der Aargau, wo ich geboren worden bin.» Nun ist der 50-Jährige für ein Jahr der höchste Ustermer und das Zünglein an der Waage. Denn er wird entscheiden, falls es in einer Abstimmung im Parlament einmal einen Gleichstand geben sollte. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

Was wünschen Sie sich für Uster am meisten?

Ali Özcan: Eine Fussgängermeile, wo die Menschen in aller Ruhe unterwegs sein können. Ausserdem einen neuen Busbahnhof und eine neue Bibliothek – und ich hätte mir auch eine Abfall-Hauptsammelstelle in der Loren gewünscht.

Wo sehen Sie Potenzial für die Stadt?

Uster hat viele Facetten, die als Potenzial gelten könnten. So könnte zum Beispiel das lebendige Zentrum weiterentwickelt werden. Mit einer attraktiven Gestaltung des öffentlichen Raums könnte für die Stadt noch sehr viel ausgeschöpft werden.

Wenn Sie in Uster etwas Neues bauen dürften, was wäre das – und zu welchem Zweck?

Der Zweck ist ziemlich einfach formuliert: Uster wächst, und die Bewohnerinnen und Bewohner haben sehr viele Bedürfnisse, die zweifellos angepackt werden müssen. Somit würde ich neben dem neuen Busbahnhof und der Bibliothek auch neue Kitas sowie ein neues Alterszentrum Dietenrain bestellen.

Sie haben eher wenige Vorstösse gemacht für Uster, waren also nicht oft im Rampenlicht. Jetzt aber schon: Wie fühlt sich das an?

Ich bin eher der stille Beobachter und Schaffer aus dem Hintergrund – typisch schweizerisch. Natürlich hat das Vor- und Nachteile, wobei ich das Rampenlicht nicht scheue. Ich freue mich jedenfalls auf das Amtsjahr als Gemeinderatspräsident der drittgrössten Stadt im Kanton.

Und zu guter Letzt noch eine unpolitische Frage: Was ist Ihre persönliche Superkraft?

Ich habe leider keine Superkräfte. Die, die mich gut kennen, sagen jedoch, dass ich mit meiner ruhigen, ausgeglichenen und zuvorkommenden Art immer wieder sehr nahe an einer Superkraft sei.

Welche Superkraft würden Sie sich für sich wünschen, wenn alles möglich wäre?

Ich würde etwas gegen die Ungerechtigkeit unter den Menschen tun.

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