Kanton streicht Tempo 30 und Kreisel in Bäretswil
Wünsche der Gemeinde erhört
Der Kanton wird die Bauma- und die Wetzikerstrasse in Bäretswil sanieren. Nach mehreren Einwendungen hat er aber das Projekt angepasst.
Der Kanton plant, die Hauptachse in Bäretswil zu sanieren. Ursprünglich war die Reduktion des Tempolimits von 50 auf 30 km/h auf der Wetziker- und der Baumastrasse vorgesehen. Bei der Kreuzung auf der Höhe Bahnhofstrasse war zudem ein Kreisel geplant. Dadurch sollte die Strasse sicherer gestaltet und die Lärmbelastung für die Bevölkerung reduziert werden.
Doch jetzt ist alles wieder anders. Auf der Kantonsstrasse dürfen die Autos auch künftig mit 50 km/h fahren – und auch der Kreisel ist vom Tisch. Die Baudirektion geht mit diesem Entscheid auf die Wünsche aus der Bevölkerung und diejenigen der Gemeinde ein. Denn während der öffentlichen Auflage des Vorprojekts im Frühling 2021 erreichten den Kanton 13 Einwendungen von Privaten und Ortsparteien sowie Begehren der Gemeinde.
Tempo 50 statt Tempo 30
Mehrere Einwendungen kritisierten die geplante Temporeduktion, da während der Projektausarbeitung kein Lärmgutachten erstellt worden war. Mittlerweile liegt dieses jedoch vor. Daraus geht hervor, dass ohne Massnahmen bis im Jahr 2040 bei 16 Liegenschaften die Lärmgrenzwerte überschritten werden.
Mit dem Einbau eines lärmarmen Belags würden aber nur noch bei drei Gebäuden Grenzwerte überschritten, schreibt der Kanton in seiner Mitteilung. Deshalb entschied er auf Antrag der Gemeinde Bäretswil, «im Sinne der Verhältnismässigkeit Tempo 50 beizubehalten».
Kein Kreisel
Für den ursprünglich geplanten Kreisel ging beim Kanton ebenfalls Kritik ein. Ein Kreisel brauche viel Platz und sei unnötig. Aufgrund der Verkehrszahlen sei ein Kreisel nicht effektiv und deshalb auch nicht zwingend notwendig. Zudem würde das Vorhaben zu viel kosten.
Deshalb entschieden der Kanton und die Gemeinde gemeinsam, auch auf den Bau des Kreisels zu verzichten. Die Gestaltung der Kreuzung wird sich nun kaum verändern. Die Strasse im Abschnitt der Kreuzung wird lediglich leicht erhöht.
Die Bauarbeiten beginnen frühestens im Frühling 2027. Dann sollen auch gleich die Werkleitungen der Gemeinde ersetzt werden. Zuerst wird der Kanton das definitive Bauprojekt ausarbeiten und dieses im Herbst öffentlich auflegen.
