Konflikt um Tempo 30: Braucht die Seestrasse in Uster mehr Lärmschutz?
Petition lanciert
Mitte Februar wurde die Sanierung der Seestrasse in Uster angekündigt – inklusive einer Tempo-30-Zone auf einem Teilabschnitt. Nun fordern Petenten jedoch Tempo 30 für die gesamte Strecke.
Mitte Februar kündigte der Kanton an, die Seestrasse in Uster zu sanieren – und zu beruhigen. Der Plan sieht zwar einen Flüsterbelag im gesamten Sanierungsbereich vor, allerdings soll nur auf einem Teilabschnitt der Strasse Tempo 30 verordnet werden. Anwohner fordern nun mit einer Petition eine Geschwindigkeitsreduktion auf der gesamten Seestrasse.
In diesem Sommer starten die Bauarbeiten auf dem rund 1,2 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Kreuzung Wannenstrasse und dem Doppelkreisel. Die Strasse ist in schlechtem Zustand – mit Rissen und Spurrinnen – und muss laut Baudirektion dringend erneuert werden. Gleichzeitig werden auch Lärmschutzmassnahmen umgesetzt, darunter eben der Einbau eines Flüsterbelags.
Flüsterbelag auf der gesamten Strecke
Neben der Temporeduktion auf einem Teil des 1,2 Kilometer langen Strassenabschnitts kündigte die Baudirektion im Februar an, dass auch ein Flüsterbelag verbaut werde. Allerdings hiess es in der Mitteilung, dass «im überbauten Bereich auf rund 650 Metern Länge als oberste Schicht ein lärmarmer Belag eingebaut wird». Dies hatte bei Anwohnenden für Verwirrung gesorgt, weshalb sie mit ihrer Petition auch einen Flüsterbelag auf der gesamten Strecke forderten.
Inzwischen hat sich herausgestellt, dass das Tiefbauamt sowieso auf der gesamten Strecke einen Flüsterbelag geplant hatte, wie Projektleiter Sascha Rhyner auf Anfrage bestätigt. Allerdings handelt es sich auf dem restlichen Abschnitt um einen anderen Belagstyp. (lel)

