Stadtrat Uster findet Aathalstrasse nicht zu gefährlich für Schulkinder
Nach Sanierung
Die Aathalstrasse in Uster sei für Schulkinder gefährlicher geworden, finden zwei SP-Gemeinderäte. Sie fordern Massnahmen. Die Stadtregierung sieht keinen Handlungsbedarf.
Es ist nicht der erste Vorstoss, mit dem sich SP-Gemeinderat Peter Mathis-Jäggi für Massnahmen an der Aathalstrasse in Uster einsetzt. Die aktuelle Forderung: Eine bessere Signalisation für einen sicheren Schulweg zu den Schulanlagen. Eingereicht hat er das Postulat gemeinsam mit seiner Parteikollegin Angelika Zarotti.
Vor drei Jahren hatte Matthi-Jäggi mit drei weiteren Gemeinderatskolleginnen und -kollegen bereits Massnahmen gefordert. Damals ging es um einen Tempo-30-Abschnitt zwischen der Sulzbach- und Steigstrasse. Der Stadtrat lehnte das Anliegen ab. Es handle sich um eine Kantonsstrasse. Nach umfangreichen Abklärungen habe der Kanton entschieden, dass er nicht bereit sei Tempo 30 einzuführen.
«Situation hat sich verschlechtert»
Ihre neuerliche Forderung nach einer besseren Signalisation begründen die beiden SP-Gemeinderäte damit, dass sich die Situation seit der Sanierung der Aathalstrasse «massiv verschlechtert» habe. An den neuen Fussgängerstreifen – einer davon direkt beim Schulhaus Oberuster –, gebe es «immer wieder prekäre Situationen». Ihr Vorschlag: Eine bessere Signalisation mit «Achtung Schule»-Markierungen auf dem Boden.
Der Ustermer Stadtrat hat nun seine erste Stellungnahme zum Vorstoss veröffentlicht. Darin zeigt er wenig Verständnis für die Forderung. Die genannten Orte, dazu gehören neben der Aathalstrasse auch Strassen beim Kindergarten Wanne und beim Schulhaus Krämeracker, seien übersichtlich. Ausserdem seien der Stadt keine Zwischenfälle mit Schulkindern bekannt.
Fast keine Zwischenfälle
Die Stadt verweist in ihrer Stellungnahme auch auf ihre Beurteilung von vor drei Jahren. An den rechtlichen Voraussetzungen habe sich in der Zwischenzeit nichts geändert.
Unfälle mit Fussgängern seien dem Stadtrat nicht bekannt. In der Nähe des Schulhauses Oberuster sei es in den vergangenen Jahren lediglich zu einem polizeilich registrierten Unfall zwischen einem Auto und einem Motorrad gekommen. Einen Zusammenhang mit der entfernten Fussgänger-Passerelle haben man dabei nicht feststellen können.
Bereits jetzt seien die bestehenden Fussgängerstreifen genügend ausgeschildert. Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, wäre das Tiefbauamt für Bodenmarkierungen zuständig. Solche Markierungen entsprächen aber nicht der gängigen Praxis des Kantons, wie der Stadtrat festhält.
Noch nicht mit dem Vorstoss auseinandergesetzt hat sich das Ustermer Parlament. Über das Postulat wird voraussichtlich am 19. Mai debattiert.
