Nach 15 Jahren Planung: Klubhaus-Sanierung in Weisslingen gestartet
Langersehnter Spatenstich
In der Mettlen haben nach vielen Hürden die Bauarbeiten für die Erweiterung des Klubhauses begonnen. Die restliche Sportplatzsanierung liegt in der Hand der Vereine.
«Gut Ding will Weile haben», meint Pascal Martin (SVP), Gemeindepräsident von Weisslingen, am Dienstagnachmittag bei seiner Eröffnungsrede zum Spatenstich der Sanierung der Sportanlage Mettlen. Mit diesem Sprichwort trifft er den Nagel auf den Kopf. Seit knapp 15 Jahren ist das Projekt in der Gemeinde ein Dauerthema. Jetzt geht es endlich ans Eingemachte.
«Ich habe grosse Freude und bin stolz, dass es nun endlich losgeht», sagt Martin. «Dieses Projekt zeigt, was Lokalpolitik bewegen kann.» Im Jahr 2021 hatte der Gemeinderat zuerst beabsichtigt, eine Sanierung und Optimierung der 42-jährigen Sportanlage inklusive moderner Kabinen, eines zusätzlichen Kunstrasenplatzes und einer Erneuerung der Tennisplätze voranzutreiben.
Dieses 5-Millionen-Projekt wurde aus Kostengründen aber wieder fallen gelassen. Ganz zur Enttäuschung der beiden ansässigen Vereine, des Fussball- und des Tennisklubs.
Erst im letzten April konnte sich Weisslingen an der Gemeindeversammlung auf ein reduziertes Projekt einigen, das noch knapp eine Million Franken kostet. Ein Erweiterungsbau des Klubhauses soll zusätzliche Garderoben und Duschen, ein öffentliches WC und eine Garderobe für weitere Vereine im Erdgeschoss schaffen. Ausserdem soll das ganze Gebäude einen neuen Anstrich erhalten.
Das Sportamt des Kantons Zürich unterstützt das Bauprojekt mit einem Betrag von 100'000 Franken aus dem kantonalen Sportfonds.
Abschluss der Bauarbeiten bis Herbst
Nach jahrelangen Höhen und Tiefen ist mit dem offiziellen Spatenstich jetzt der Startschuss gefallen. Und schon in diesem Herbst sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
Eine «relativ sportliche Angelegenheit», wie Martin selber sagt. Doch mit grossen Rückschlägen rechnet der Gemeindepräsident nicht mehr. Das Einzige, was noch herausfordernd werden könne, sei, die Kosten einzuhalten. «Wir sehen dem Bau zwar positiv entgegen», sagt Martin. «Man weiss aber nie, wie sich ein solches Projekt entwickelt.»
Das restliche Sportareal wurde im letzten Jahr nach hitzigen Diskussionen den Vereinen zur Eigennutzung übergeben. Das bedeutet, dass sie weitere Bauprojekte auf eigene Faust in Gang setzen können. Und das tun sie auch. Der FC Weisslingen möchte einen neuen Fussballplatz mit einer Zuschauertribüne und einem Verpflegungsstand auf die Beine stellen. Ein Projekt, das laut dem Vereinspräsidenten Olaf Irrgang bereits sehr konkret ist.
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«Noch im Februar treffen wir uns mit der Gemeinde und im März mit unseren Sponsoren, die uns Unterstützung zugesichert haben.» Doch während der Bauarbeiten des Klubhauses wird der FC Weisslingen sein Vorhaben nicht starten. «Wenn wir optimistisch sind und im Projektverlauf alles rundläuft, könnte man mit einem Baustart auf nächstes Jahr spekulieren», meint Irrgang.
Aber auch wenn das Projekt erst ein halbes Jahr später starte, sei dies in Ordnung. «Nach 15 Jahren kommt das auch nicht mehr darauf an», sagt Irrgang und lacht. Für ihn ist der Spatenstich bereits ein spezielles Ereignis. «Es ist ein wichtiger Tag in der Vereinsgeschichte.»
Dem stimmt auch Kay Bürgler, Vereinspräsident des Tennisklubs, zu. «Es ist ein Meilenstein für uns», sagt er. Der Spatenstich sorge dafür, dass die Infrastruktur weiter Bestand habe und so auch die Vereine weiterleben könnten. Auch sie würden im nächsten oder übernächsten Jahr selber Hand anlegen und die über 40 Jahre alten Tennisplätze sanieren. Doch so weit vorangeschritten in der Projektplanung wie der FC Weisslingen seien sie noch nicht.
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