In Dürnten soll es künftig nicht mehr knallen – Feuerwerksverbot kommt an Urne durch
Im zweiten Anlauf
Es war schon fast beschlossene Sache: Ein grosses Mehr stimmte an der letzten Gemeindeversammlung einem Feuerwerksverbot zu. Am Sonntag kam es dennoch zur Urnenabstimmung – mit einem deutlichen Resultat.
Hunde und Katzen werden sich freuen. Auch Hasen und Füchse sollten nichts dagegen haben. Gleiches gilt für die 264 Dürntner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger, die bereits im Dezember an einer Gemeindeversammlung für ein Feuerwerksverbot ihre Arme gehoben hatten. Nur wenige konnten mit der Verbindung zur Tradition und den nächtlichen Lichtern am Himmel etwas anfangen. Dabei wären sie auch schon im letzten Jahr keine Vorreiter gewesen, denn in den Gemeinden Bubikon und Gossau sind Feuerwerksverbote längst beschlossene Sache.
Nun ist klar: Auch 62 Prozent der Dürntnerinnen und Dürntner wollen definitiv ein Feuerwerksverbot. Mit 1577 zu 962 Stimmen entschieden sie den emotionalen Abstimmungskampf für sich. Erstmals überhaupt wurde dabei über das Thema Feuerwerk an der Urne befunden. Die Stimmbeteiligung lag bei hohen 49,4 Prozent.
Auch auf Bundesebene ist lärmiges Feuerwerk ein Thema. Die «Feuerwerksinitiative» fordert ein landesweites Verbot von privat gezündeten Böllern und Raketen. Das Geschäft ist aktuell im Parlament hängig. Der Bundesrat lehnt ein Feuerwerksverbot ab. Der Abstimmungstermin steht noch nicht fest.

