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Projekt um Bevölkerungsschutzgebäude in Maur nimmt letzte Hürde

Die Feuerwehr, der Zivilschutz und der Samariterverein erhalten in Maur bald ein neues Zuhause. Denn das Bevölkerungsschutzgebäude wird schon bald gebaut.

Die Gemeinde Maur kann schon bald mit dem Bau des Bevölkerungsschutzgebäudes beginnen.

Visualisierung: PD

Projekt um Bevölkerungsschutzgebäude in Maur nimmt letzte Hürde

Jetzt wird es konkret

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Aus rechtlicher Sicht steht dem Bevölkerungsschutzgebäude in Maur nichts mehr im Weg. Der Baustart ist in Sicht.

Nach Jahren der Planung, drei Abstimmungen und einem Rekurs erreicht die Gemeinde Maur mit dem geplanten Bevölkerungsschutzgebäude auf dem Looren-Areal einen Meilenstein. Die Gemeinde kann das «ewige» Projekt nun definitiv umsetzen. Bereits im vergangenen Oktober starteten die Bauarbeiten.

Für das Bevölkerungsschutzgebäude, das 2016 noch als Teilvorlage des grossen Generationenprojekts «Looren» abgelehnt worden war, sprach sich die Bevölkerung im Jahr 2020 mit der Genehmigung eines Kredits von 9 Millionen Franken aus. Nach einem erfolgreichen Rekurs dreier Bürger legte der Gemeinderat das Projekt letztes Jahr nochmals der Bevölkerung vor.

Dieses Mal beinhaltete die Vorlage auch die Kosten im Zusammenhang mit zwei Bächen, die unter dem Standort des vorgesehenen Neubaus hindurchfliessen. Das kantonale Gesetz erfordert es, den Rausen- wie den Haldenbach offen zu legen und zu renaturieren. Wegen des Neubaus müssen die Bäche gar verlegt werden.

Mittlerweile stiegen die Kosten für das Bevölkerungsschutzgebäude, in welchem die Feuerwehr, der Zivilschutz sowie der Samariterverein Platz finden werden, aber um rund 4 Millionen Franken an. Dem Gesamtprojekt samt Neubau, Renaturierung und Verlegung der Bushaltestelle Loorenstrasse für 18,9 Millionen Franken stimmte die Bevölkerung letztlich mit 58,3 Prozent zu.

Gemeinderätin Claudia Bodmer (Die Mitte) brachte damals ihre Freude zum Abstimmungsergebnis folgendermassen zum Ausdruck: «Wir sehen es als Bekenntnis zur Feuerwehr, zum Zivilschutz und zum Samariterverein, die sich in den letzten Jahren in Geduld üben mussten.» Manch eine Ja-Stimme sei wohl auch als Dank für die gute Arbeit eingelegt worden, die deren Mitglieder freiwillig leisteten. Zugleich versprach Bodmer, alles daranzusetzen, so günstig wie möglich zu bauen.

Erste Arbeiten im Gange

Es ist seither noch kein Jahr verstrichen, und schon sind die Vorbereitungsarbeiten für die Renaturierung der Bäche gestartet. Zurzeit rodet der Förster Gebüsche und Bäume beim Jugendhaus in zwei bis drei Tagen. Danach soll von Ende Februar bis Mitte April der auf Teilabschnitten unterirdische Haldenbach angehoben werden.

Über vier Etappen renaturiert Maur den Halden- sowie den Rausenbach bei der Sport- und Freizeitanlage auf der Looren bis 2027.

Grosser Baustart in Sicht

Während die ersten Arbeiten zur Renaturierung der Bäche im Gange sind, lässt nun auch der Neubau des Bevölkerungsschutzgebäudes die letzte Hürde hinter sich. Seit der erteilten Baubewilligung im Dezember 2024 verstrich mittlerweile die 30-tägige Rekursfrist. Rekurse gingen keine ein, die Rechtsmittel sind somit aufgebraucht. Die Gemeinde wartet zwar noch auf die offizielle Bescheinigung, dabei handelt es sich jedoch um Formalitäten, wie Gemeindeschreiber Christoph Bless auf Nachfrage erklärt.

Der Gemeinderat genehmigte zudem ein sogenanntes Projekthandbuch, wie er Ende Januar mitteilte. Dieses dient während der Projektierung und Realisierung als Regelhandwerk und zur Organisation. Ausserdem wurde ein Gremium bestimmt, das die Umsetzung des Neubaus koordiniert.

Nun setzt der Gemeinderat mit dem Bevölkerungsschutzgebäude zum Endspurt an. Die Ausführungsplanung steht von Juni 2025 bis Juni 2026 an. Und im Herbst ist es so weit: Dann beginnen die grossen Bauarbeiten. Nach dem Aushub, Rohbau, Ausbau sowie der Umgebungsgestaltung dürfte das Bevölkerungsschutzgebäude voraussichtlich 2027 bezogen werden.

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