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Ustermer Gemeinderäte fordern Reduktion der Personalkosten

Über 121 Millionen Franken sind im Budget 2025 der Stadt Uster für den Personalaufwand eingeplant. Zu viel, finden 20 Gemeinderäte.

Stetig steigende Personalkosten – dem soll nun ein Riegel vorgeschoben werden. (Archiv)

Foto: Marie Fredericq

Ustermer Gemeinderäte fordern Reduktion der Personalkosten

«Überproportional ansteigend»

Über 121 Millionen Franken sind im Budget 2025 der Stadt Uster für den Personalaufwand eingeplant. Zu viel, finden 20 Gemeinderäte.

«Wer zahlt, entscheidet», fasste es Marc Thalmann für die Fraktion FDP/Die Mitte im Ustermer Parlament zusammen. Das Thema: die parlamentarische Initiative, die dem Gemeinderat als gesetzgebendem Gremium mehr Mitbestimmungsrecht bei der Festlegung des Teuerungsausgleichs zusprechen sollte. Doch die Mehrheit des Gemeinderats war anderer Meinung und schmetterte die Initiative Mitte Januar ab. Eingereicht hatten sie Daniel Schnyder (SVP), Marc Thalmann (FDP), Ursula Räuftlin (GLP) und Paul Stopper (BPU).

Doch die Verlierer haben bereits einen Alternativvorschlag parat. «Eindämmung des Personalaufwands in der Stadt Uster» heisst die Leistungsmotion der Fraktionen FDP/Die Mitte und SVP/EDU sowie von Andreas Pauling (GLP), Marco Kranner (GLP), Josua Graf (GLP) und Paul Stopper (BPU), die jetzt eingereicht wurde.

Massnahmenpaket gefordert

Darin wird der Stadtrat beauftragt, ein Massnahmenpaket zu entwickeln und umzusetzen, das zur nachhaltigen Reduktion des Personalaufwands in der Stadt Uster führt. «Dabei soll auf eine Balance zwischen effizientem Personaleinsatz und der Sicherstellung der städtischen Dienstleistungen geachtet werden», heisst es in der Motion.

Die stetig steigenden Personalausgaben würden das Budget der Stadt Uster zunehmend belasten und einen effizienten und nachhaltigen Umgang mit Ressourcen erfordern. Ohne Massnahmen bestehe das Risiko, dass die Kosten «weiter unkontrolliert steigen und die finanziellen Spielräume der Stadt eingeengt werden».

Auch in Wetzikon wird genau hingeschaut

Die Ausgaben für Personal sollen sich auf maximal 3300 Franken pro Einwohner beschränken. Hintergrund dafür ist der starke Anstieg der Personalkosten. 2019 betrug der Aufwand noch 2696 Franken pro Einwohner – im Budget 2025 sind es bereits 3300 Franken. «Bei der prognostizierten Einwohnerzahl von 36’750 für das Jahr 2025 beträgt der Gesamtpersonalaufwand bereits 121,284 Millionen Franken», schreiben die Motionäre.

Eine Überprüfung des Personalaufwands – ein Thema, das in Wetzikon ebenfalls gerade aktuell ist. 17 Mitglieder des Parlaments von der FDP, der EDU, der SVP, der Mitte, der GLP und den Grünen hatten ein Postulat unterzeichnet, das eine Leistungsüberprüfung der Stadt fordert – und im Parlament eine Mehrheit fand. Diese Vorlage enthielt aber keine konkreten Forderungen, sondern den Auftrag, eine allgemeine Überprüfung vorzunehmen.

Nicht so in Uster. Dort will ein Grossteil des Gemeinderats den «überproportional ansteigenden Personalaufwand stabilisieren». Die Frage, wie gross die Erfolgschancen der Motion sind, scheint schnell beantwortet. Denn zählt man die Unterzeichner der Leistungsmotion in Uster zusammen, kommt man auf 20 Personen – der Ustermer Gemeinderat hat insgesamt 36 Mitglieder.

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