Stadtpolizei Illnau-Effretikon zieht in Raiffeisen-Filiale
Neues Dach über dem Kopf
Die Stadtpolizei benötigt eine neue Bleibe. Doch weil die langfristigen Pläne noch zu weit weg sind, braucht es ein Provisorium.
Die Stadtpolizei von Illnau-Effretikon braucht eine neue Bleibe. Sie ist heute noch an der Rikonerstrasse 2 stationiert, in einem Mietverhältnis mit der Bereuter Totalunternehmung AG. Dieses läuft Ende 2026 aus.
Langfristig hat der Stadtrat für die Sicherheitsinstanz grosse Pläne. Zusammen mit der Kantonspolizei soll die Stadtpolizei künftig am selben Standort einquartiert werden: beim Bahnhof West. Doch dies wäre frühestens 2030 möglich – mit Betonung auf frühestens.
Deshalb soll die Stadtpolizei in ein zentrumsnahes Provisorium umziehen: die leer stehende Raiffeisen-Filiale an der Rikonerstrasse 15. Dafür beantragte der Stadtrat einen jährlich wiederkehrenden Kredit von 160'000 Franken. Ausserdem brauche es rund 330’000 Franken für einen Ausbau. Duschen und Toiletten sind nur ein Beispiel von dem, was gemacht werden muss.
Vorsicht gegenüber Kosten
Die Notwendigkeit des Provisoriums wurde am Donnerstag im Parlament von kaum jemandem bestritten. Etwas Vorsicht gegenüber den Kosten liess Urs Gut (Grüne) walten. «Ich bin nicht der Meinung, dass die 330’000 Franken günstig sind für ein paar Türen und ein paar Wände.»
Roger Kessler (SVP) stellte gar infrage, ob Illnau-Effretikon überhaupt eine Stadtpolizei braucht. «Ich finde es etwas teuer, damit diese ein paar Anzeigen aufnimmt.» Zurückhaltung hin oder her, das Parlament stimmte grossmehrheitlich für den Kredit.
Kein Spielplatz für Kinder
Weiter wurde das Postulat von Simone Wegmann (Die Mitte) und dem ehemaligen Parlamentarier Alexander Salim (FDP) beantwortet und erledigt. Die Unterzeichnenden wollten mit ihrem Anliegen nicht nur die Tschuttiwiese Längg aufwerten, sondern auch der «unzufriedenstellenden Anzahl Spielplätzen» in Illnau entgegenwirken.
Ursprünglich schwebten den Postulanten ein multifunktionales Sportfeld vor, ein Begegnungsort für Kinder und Jugendliche jeden Alters und eben ein Spielplatz. Für das Projekt genehmigte der Stadtrat 200’000 Franken.
«Ich habe mit grosser Freude gesehen, was sich alles tut auf der Wiese», sagte Wegmann. Sie sprach von Hängematten, von Pingpongtischen und einer kompostierbaren Toilette.
Doch eines der Kernanliegen wird nicht in das Projekt inkludiert: der Spielplatz. Wegmann zeigte sich darüber enttäuscht. «Es ist schade, dass der Spielplatz der Budgetrestriktion zum Opfer gefallen ist.»
Der Stadtrat richtet sich mit der Aufwertung der Tschuttiwiese an grössere Kinder und Jugendliche. Den Spielplatz liess er bewusst aussen vor, weil der Spielplatz beim Kindergarten Haldenrain ebenfalls aufgewertet werden soll.
Trotzdem sieht Wegmann Potenzial. «Ganz abgeschlossen ist das Anliegen für mich noch nicht. Doch jetzt muss der Platz sich erst mal etablieren. Eine Aufwertung ist ja schliesslich auch das, was wir erzielten.»
