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Rico Croci tritt aus Gemeinderat von Wald zurück

Nach Jahrzehnten in der Politik will er nun etwas kürzertreten. Trotzdem hat der Grüne Politiker noch viele Pläne für die Zukunft.

Rico Croci tritt aus dem Gemeinderat zurück. Seine politische Karriere ist aber noch nicht vorbei.

Foto: PD

Rico Croci tritt aus Gemeinderat von Wald zurück

Nach fast 20 Jahren

Schon seit Jahrzehnten ist er in der Politik. Nun will Rico Croci etwas kürzertreten. Doch auch für die Zukunft hat er noch viele Projekte.

Rico Croci ist schon fast nicht mehr aus der Walder Lokalpolitik wegzudenken. Seit 2006 sitzt er für die Grünen im Gemeinderat. Zuvor war er bereits acht Jahre in der Schulpflege aktiv. Nun hat der 60-Jährige seinen Rücktritt erklärt.

«Das hat persönliche Gründe. Die Arbeit im Gemeinderat wurde zu belastend», sagt Croci. Im letzten Jahr hatte er etliche Ferientage für sein Engagement im Gemeinderat geopfert, weswegen er nun endgültig kürzertreten möchte. Dabei witzelt er über Krokodiltränen.

Ein bisschen traurig ist der grüne Politiker trotzdem. «Es gibt Projekte, die ich gerne vorher beendet hätte.» Er bezieht sich auf die Erweiterung des Bahnhofsareals oder das verbesserte Velonetz. «Für meine Nachfolge gibt es viel Arbeit», so Croci. Seinen Vorschlag möchte er noch nicht verraten.

Je älter, desto mehr Engagement

Über all die Jahre habe sich die Politkultur in der Gemeinde kaum verändert. «Vielleicht setzt man heute etwas mehr um als früher», sagt der gebürtige Schwerzenbacher. Doch das habe auch mit dem Alter zu tun.

Mit der Zeit hätte er Zugang zu Projekten gehabt, von denen er zu Beginn nur träumen konnte. «Ich musste noch viel lernen. Doch je mehr man macht, desto grösser wird auch das Engagement.» Diesen Einsatz in der Politik wird der Gemeinde jedoch noch erhalten bleiben. «Ich werde weiterhin in der Politik bleiben, denn Projekte gibt es genug.» Als Parteimitglied der Grünen will er sich auch künftig für die Gemeinde einsetzen.

Das weltoffene Wald

Den grössten Erfolg seiner Politkarriere kann er nicht nennen, denn es gebe viele Momente. Am meisten sei er jedoch stolz, dass Wald eine Energiestadt geworden ist. Das war 2009. Das heisst, dass sich die Gemeinde besonders für Energieeffizienz, Klimaschutz und erneuerbare Energien einsetzt. Seit 2016 ist Wald sogar mit dem Gold-Label ausgezeichnet.

«Wir haben vieles erreicht. Ein Zeichen dafür, dass Wald doch eine sehr weltoffene Gemeinde ist.» Speziell sei, dass die Gremien eng zusammenarbeiten und sich unterstützen. Diese Zusammenarbeit erhofft er sich auch nach seinem Rücktritt.

Anordnung der Ersatzwahl

Die Suche nach geeigneten Kandidaten für die bevorstehende Wahl hat begonnen. Dafür ist ein Vorverfahren notwendig. Interessierte können ihre Vorschläge bis zum 3. März um 16.00 Uhr einreichen. Sollten die Bedingungen für eine stille Wahl nicht erfüllt sein, wird eine Urnenwahl durchgeführt. Der erste Wahlgang ist für Sonntag, 18. Mai, geplant. Falls erforderlich, findet ein zweiter Wahlgang am Sonntag, 28. September, statt.

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