Rütis Gemeindepräsidentin Yvonne Bürgin will noch nicht Bundesrätin werden
«Der Rucksack ist nicht voll genug»
Die Möglichkeit war gegeben, dass die Rütner Gemeindepräsidentin und Nationalrätin Yvonne Bürgin für die Nachfolge von Viola Amherd kandidiert. Nun hat sie sich aus dem Rennen genommen. Nicht aber fürs Parteipräsidium.
Will sie oder will sie nicht? Dieser Frage sind wir bezüglich einer möglichen Bundesratskandidatur der Rütner Gemeindepräsidentin Yvonne Bürgin erst noch nachgegangen. Bürgin wollte sich auf Anfrage aber zunächst nicht äussern. Nun ist klar: Die Nationalrätin ist aus dem Rennen. Gegenüber dem SRF-Regionaljournal hat sie eine Kandidatur ausgeschlossen.
Bürgin sagte konkret, dass ihr Rucksack trotz ihrer langjährigen Politkarriere noch zu wenig gefüllt sei. Zwar war sie über zehn Jahre lang im Zürcher Kantonsrat und amtete auch als dessen Präsidentin. Doch sie sei noch zu wenig lange als Gemeindepräsidentin (seit 2022) und Nationalrätin (seit 2024) im Amt.
«Ein paar Jahre mehr, dann hätte ich mir eine Kandidatur vor allem in der derzeitigen Ausgangslage natürlich überlegt», sagte sie gegenüber SRF. Wie längst bekannt ist, hat die Mitte offenbar grosse Schwierigkeiten, Kandidaten zu finden, die in den Bundesrat wollen.
Interesse an Parteipräsidium
Was hingegen offen bleibt, ist, ob Bürgin als aktuelle Mitte-Vizepräsidentin das Parteipräsidium von Gerhard Pfister übernehmen möchte. Dieser tritt im Sommer zurück, und als Vizepräsidentin wäre sie wohl die naheliegendste Nachfolgerin.
Zu dieser Frage äusserste sich Bürgin nicht konkret, sagte aber, dass sie es sich überlege. Zunächst liege der Fokus ihrer Partei aber darauf, die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten für die Nachfolge für Viola Amherd zu finden. Bis am 3. Februar muss die Mitte wissen, wen sie in den Bundesrat schicken will.
