Nach Rekurs gegen Container: Bubikon sucht Asylunterkünfte
Ausgelaufene Mietverträge
Die Gemeinde verliert rund 30 Unterbringungsplätze. Dem ursprünglichen Plan steht nun aber ein Rekurs im Weg. Deshalb appelliert die Gemeinde an private Vermieter.
Die Gemeinde Bubikon steht vor einer Herausforderung: Sie braucht mehr Wohnraum für Asylsuchende. Aktuell sind in der Gemeinde 122 Plätze notwendig, denn seit Sommer 2024 gilt die vom Kanton erhöhte Aufnahmequote von 1,3 auf 1,6 Prozent.
43 Plätze konnte Bubikon in gemeindeeigenen Liegenschaften schaffen, die restlichen Personen sind bereits jetzt in Mietliegenschaften untergebracht, teilt die Gemeinde mit.
Doch demnächst laufen Mietverträge aus, weswegen Bubikon knapp 30 Unterbringungsplätze verliert. Ausserdem müsse man von weiteren Zuweisungen vonseiten des Kantons ausgehen, so die Gemeinde.
Um dem Mangel an Notwohnungen entgegenzuwirken, soll neben dem Gemeindehaus vorübergehend ein Container aufgestellt werden. Da gegen die Baubewilligung jedoch ein Rekurs eingegangen ist, wird die Umsetzung mehr Zeit als geplant in Anspruch nehmen. Deshalb appelliert die Gemeinde nun an private Vermieter. Eine weitere Herausforderung.
Private Vermieter gesucht
Im Mai 2024 teilte die Gemeinde mit, dass private Liegenschaften aufgrund des Engpasses im Wohnungsmarkt nicht mehr infrage kommen würden. Sie setzte deshalb damals auf zusätzliche Container zur bestehenden Unterkunft in der Furtwis.
Der neue Container wäre eine ideale Lösung für die jetzt benötigten 30 Plätze gewesen. «Wir wussten, dass die Mietverträge auslaufen und planten, die Asylsuchenden im neuen Container unterzubringen. Wahrscheinlich hätten wir dadurch alle unterbringen können», sagt Urs Tanner, der Bubiker Gemeindeschreiber.
Nun bittet die Gemeinde deshalb die Bevölkerung um Unterstützung. Wer eine leer stehende Wohnung hat oder privat Asylsuchende aufnehmen möchte, soll sich bei der Abteilung Liegenschaft via Mail liegenschaften@bubikon.ch oder telefonisch auf 055 253 33 50 melden.
