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Viele Parlamentarier sagen Nein zu lautem Feuerwerk

Bengalische Zündhölzer und Vulkane ja, Böller und Knaller nein. Deswegen fordern zahlreiche Parlamentarier in Uster ein Verbot von lautem Feuerwerk.

Mitglieder des Parlaments Uster wollen privaten Knallern und Böllern ein Ende bereiten, so schön und farbenfroh sie auch sein mögen.

Foto: Christian Merz

Viele Parlamentarier sagen Nein zu lautem Feuerwerk

Privatfeuerwerk ade?

Ustermer Gemeinderäte lancieren eine parlamentarische Initiative gegen lautes Feuerwerk. Feuershows, Vulkane und Fackeln sollen weiterhin erlaubt sein.

Kurz nach Silvester wurde das Thema Feuerwerksverbot eingehender in den sozialen Medien diskutiert. Jetzt haben einige Gemeinderäte gehandelt und eine parlamentarische Initiative eingereicht. Laute Feuerwerke sollten in der Stadt am Wasser ganz verboten werden, teilen jene Parlamentarier mit.

Das Spektrum der Befürworterinnen und Befürworter reicht von links bis zur Mitte – also fast alle im Ustermer Gemeinderat vertretenen Parteien. Die Initiative mitunterzeichnet haben Ursula Räuftlin (GLP), Urs Lüscher (EVP), Paul Stopper (BPU), Dominik Ramspeck (Grüne) und Angelika Zarotti (SP). Nicht vertreten sind die SVP und die FDP.

Mit einer Parlamentarischen Initiative können Mitglieder des Gemeinderats verlangen, dass der Gemeinderat bestimmte Beschlüsse erlässt, ändert oder aufhebt – vorausgesetzt, diese fallen in die Zuständigkeit des Gemeinderats oder der Stimmberechtigten. Wenn ein Drittel der Gemeinderatsmitglieder die Initiative unterstützt, wird sie an eine Kommission weitergeleitet. Anschliessend werden die Ergebnisse ihrer Beratungen dem Stadtrat für eine schriftliche Stellungnahme vorgelegt. Am Ende entscheidet der Gemeinderat über die Initiative und die Vorschläge der Kommission. (eru)

Ein Verbot privater Feuerwerke und die Beschränkung auf zentral organisierte Pyro- oder Lichtshows seien jetzt überfällig, finden die Initianten. Sie wollen nicht warten, bis der Stadtrat über eine Totalrevision der Polizeiverordnung diskutiert. Auch nicht, wie sich die nationale Abstimmung zum Thema Feuerwerk entwickelt.

Belastung für Umwelt und Natur

Als Argument führen die Unterzeichner die Feinstaubbelastung ins Feld sowie den ansteigenden Aufwand für die Entsorgung von entstehendem Müll. «Böller und Raketen verstärken nicht nur Lärm und Emissionen, sondern vervielfachen auch die dreckigen Hinterlassenschaften an öffentlichen Orten», schreiben die Initianten.

Zudem störe das laute Spektakel auch die Fauna. «Neben den Haustieren reagieren auch Nutz- und Wildtiere stark auf lautes Feuerwerk.» Insbesondere Wasservögel nähmen den Lärm bis zu sieben Kilometer Entfernung zum Feuerwerk wahr. Deswegen gelte am Greifensee jetzt schon ein Feuerwerksverbot.

Fackeln, Vulkane und Feuershows erlaubt

Unter lautem Feuerwerk verstehen die Initianten pyrotechnische Gegenstände, die «spezielle Lärmeffekte» produzieren, wie Knaller, Raketen und Böller. Hingegen wären Vulkane, Wunderkerzen, bengalische Zündhölzer oder Tischfeuerwerke weiterhin erlaubt. Zudem könnte der Stadtrat für Anlässe von überregionaler Bedeutung Ausnahmebewilligungen erteilen.

Unterstützt ein Drittel der Parlamentarier die Initiative, überweist der Gemeinderat diese einer Kommission zur weiteren Bearbeitung.

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