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Ortsparteien haben klare Favoritin

Nur noch drei Pfäffikerinnen kämpfen um das Schulpräsidium

Am 9. Februar wird die neue Schulpräsidentin gewählt. Während zum ersten Wahlgang fünf Kandidaten antraten, ist das Teilnehmerfeld nun geschrumpft – nicht ohne Misstöne. .

Da waren es nur noch drei (von links): Claudia Knecht (Grüne), Nicole Keller-Hochuli (FDP) und Daniela Hänni (parteilos).

Fotos: PD

Nur noch drei Pfäffikerinnen kämpfen um das Schulpräsidium

Ortsparteien haben klare Favoritin

Am 9. Februar wird die neue Schulpräsidentin gewählt. Während zum ersten Wahlgang fünf Kandidierende antraten, ist das Teilnehmerfeld nun geschrumpft – nicht ohne Misstöne.

Nur gerade drei Stimmen Unterschied: Im ersten Wahlgang für das vakante Schulpräsidium in Pfäffikon konnten Nicole Keller-Hochuli (FDP) mit 890 und Claudia Knecht (Grüne) mit 887 fast gleich viele Stimmen für sich gewinnen. Auf dem dritten Platz und mit 815 Stimmen hinter Knecht lag die Parteilose Andrea Di Biase.

«Dass ich es als Parteilose und mit kaum Wahlplakaten in der Gemeinde auf diesen guten dritten Platz geschafft habe, motiviert natürlich für den zweiten Wahlgang», sagte sie noch am 24. November. Mittlerweile schlägt sie jedoch ganz andere Töne an.

«Für den zweiten Wahlgang haben sich unerwartet neue politische Allianzen gebildet, die mir einen erfolgreichen Wahlkampf als parteilose Kandidatin praktisch verunmöglichen», schreibt die Schulpflegerin auf ihrer Website.

Porträtfoto von Andrea Di Biase
Hat sich aus dem Rennen um das Pfäffiker Schulpräsidium zurückgezogen: Andrea Di Biase.

Soll heissen: Während die EVP vor dem ersten Wahlgang noch darauf verzichtete, eine Kandidatin oder einen Kandidaten zu unterstützen, hat sie mittlerweile für den zweiten Wahlgang die amtierende Vizepräsidentin der Schulpflege, Nicole Keller-Hochuli, zur Wahl vorgeschlagen. Der Sitz wurde überhaupt erst vakant, weil Hanspeter Hugentobler (EVP) im letzten Frühling seinen Rücktritt bekannt gab.

Gerüchteküche brodelt

«Während die EVP ursprünglich eine klare Position gegen eine weitere bürgerlich-konservative Vertretung im Gemeinderat vertrat, unterstützt sie nun überraschend die konservativste Kandidatur», sagt Andrea Di Biase auf Anfrage. «Gerüchten zufolge scheint diese unerwartete Kehrtwende das Ergebnis von Absprachen zu sein.»

In dieser Situation erscheine ihr eine weitere Kandidatur nicht mehr zielführend. «Es ist bedauerlich, dass die Wahl zum Schulpräsidium zunehmend von parteipolitischen Manövern und taktischen Überlegungen dominiert wird, anstatt sich primär an der Eignung der Kandidierenden für dieses wichtige Amt zu orientieren.» Di Biase war im Sommer aus der Pfäffiker FDP ausgetreten, da sich die Parteiversammlung dafür entschieden hatte, Keller-Hochuli statt Di Biase für die FDP ins Rennen zu schicken.

Von Absprache könne nicht die Rede sein, weist EVP-Präsidentin Ursula Longatti die Vorwürfe zurück. Vor der Parteiversammlung Ende November, als man sich für die Unterstützung von Nicole Keller-Hochuli entschieden hatte, habe sie «weder mit Parteipräsidenten noch Kandidatinnen für das Amt» Kontakt gehabt.

«Zwar sind wir mit dem Ungleichgewicht der Parteien im Gemeinderat nicht ganz glücklich», sagt Longatti. «Daher wäre der Einzug von Claudia Knecht als Grüner in der Exekutive wünschenswert gewesen.»

Aber man habe eine gute Lösung für die Schule als gewichtiger eingestuft. «Und hier hat uns die Erfahrung von Nicole Keller-Hochuli in Sachen Schulpolitik überzeugt. Sie wird nach Ansicht der EVP die Schule gut führen und vertreten können.» Zudem bevorzuge man grundsätzlich Kandidatinnen und Kandidaten, die in der Gemeinde in einer Partei aktiv seien.

FDP, EVP, SVP und SP sind sich einig

Für den ersten Wahlgang hatte Andrea Di Biase noch die SVP im Rücken gehabt. Durch ihren Rückzug aus dem Rennen hat die Parteiversammlung beschlossen, im zweiten Wahlgang die FDP-Kandidatin Nicole Keller-Hochuli zu unterstützen. «Es ist wichtig, den Gemeinderat mit einer weiteren bürgerlichen Vertretung zu stärken», schreibt sie in einer aktuellen Mitteilung.

Damit hat Keller-Hochuli neben der FDP, der EVP und der SVP wie schon im Herbst auch die Unterstützung der SP auf sicher – und anders als beim ersten Wahlgang scheint damit das Resultat für den 9. Februar absehbar. Ausser die Grüne Claudia Knecht wird das Blatt noch wenden, obwohl die Parteien sich geballt hinter Keller-Hochuli stellen.

Der Parteilose Martin Wirth, der im ersten Wahlgang abgeschlagen das schlechteste Resultat erreichte, gab bereits am selben Tag noch bekannt, dass er nicht zum zweiten Wahlgang antreten wird. Nach wie vor im Rennen ist aber auch noch die Parteilose Daniela Hänni, die von der GLP unterstützt wird. Sie sass bereits von 2006 bis 2010 in der Schulpflege und hofft nun auf ein Comeback als Präsidentin.

Für Andrea Di Biase ist derweil klar: «Als aktive Schulpflegerin werde ich mich weiterhin mit vollem Elan für die Pfäffiker Schule einsetzen.» Und im Rahmen der regulären Wahlen 2026 werde sie sich wieder zur Wahl stellen. «Möglicherweise auch wieder für das Präsidium.»

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