Wetziker Stadtrat bewilligt 23 Millionen für Primarschulhaus Bühl
Abstimmung im Herbst
Nach den 50 Millionen Franken fürs Schulhaus Walenbach soll auch das Primarschulhaus Bühl saniert werden. Dafür hat der Wetziker Stadtrat 22,8 Millionen Franken gesprochen. Im Herbst soll die Bevölkerung über den Baukredit befinden.
Wetzikon kommt in Sachen Schulhaus-Abstimmungen nicht zur Ruhe. Erst im vergangenen Juni sagte die Bevölkerung mit 55 Prozent knapp Ja zur Erweiterung und Sanierung des Schulhauses Walenbach. Im Vorfeld gaben die hohen Kosten für das Projekt auch im Parlament zu reden. Die GLP und die SVP monierten insbesondere, dass die gestiegenen Kosten für das Projekt nicht nachvollziehbar seien und man das Einsparungspotenzial nicht ausgeschöpft habe.
Wie der Stadtrat am Dienstag mitteilte, hat das Gremium nun einen weiteren grossen Millionenbetrag gesprochen. Ein Baukredit über 22,8 Millionen Franken soll der Gesamtsanierung des Primarschulhauses Bühl zugutekommen. Das Geschäft kommt jetzt ins Parlament.
Mehr Platzbedarf
Das vorliegende Bauprojekt entspreche einer modernen Schulanlage und ermögliche einen zeitgemässen Unterricht, heisst es aus dem Stadthaus. Zudem würden die aktuellsten energetischen Anforderungen an den Neubau erfüllt.
Das Primarschulhaus Bühl deckt den Grossteil des Schülereinzugsgebiets von Unterwetzikon ab. Auf der Schulanlage Bühl werden zurzeit elf Primarschulklassen und drei Kindergartenklassen in drei verschiedenen Gebäuden geführt. Im Quartier Schöneich sind nochmals zwei Kindergartenklassen eingerichtet.
In den letzten Jahren sei das Einzugsgebiet von Unterwetzikon in Bezug auf Familien mit Kindern stark gewachsen. Auch künftig würden mit der Umsetzung der beiden Gestaltungspläne Mattacker und Pestalozzistrasse weitere Familien zuziehen. Bis 2028 weist die Schulraumplanung für die Schule Bühl einen Bedarf von zwölf Klassenzimmern aus.
Bereits heute berge die Unterbringung von elf Klassenzimmern grosse betriebliche Probleme. Die Schule verzichte dabei auf wichtige Nebenräume wie Gruppenräume und sei dadurch im Schulbetrieb stark eingeschränkt.
Die Situation im Schulhaus Bühl zeige schon heute klar, dass das zu erwartende Raumdefizit ab dem Schuljahr 2028/2029 von zwei Klassenzimmern und den dazugehörigen Nebenräumen nicht abdeckbar sei. Für den Schulbetrieb sei die Erweiterung der Schulanlage Bühl daher dringend notwendig.
Kein neues Schulhaus
Die Erweiterung des Primarschulhauses Bühl soll durch einen neuen Ersatzbau anstelle eines Schulhauses realisiert werden. Daneben behalte das alte, denkmalgeschützte Schulhaus eine starke städtebauliche wie architektonische Präsenz auf dem Areal.
Diese klar definierte Grundvoraussetzung für die architektonische Planung der Erweiterung habe die Durchführung eines Gesamtleistungswettbewerbs ermöglicht, für den die Bietergemeinschaft Gross Generalunternehmung AG mit den Planern ERP Architekten AG den Zuschlag erhalten habe.
Der kompakte dreigeschossige Baukörper liegt längs gerichtet an der Spitalstrasse mit dem Ziel, den bestehenden Aussenraum – insbesondere den Hügel mit dem Baumbestand – maximal zu erhalten. Die Statik und die Struktur des Gebäudes wurden so ausgelegt und dimensioniert, dass zu einem späteren Zeitpunkt eine Aufstockung um ein Geschoss möglich ist.