Der Weg, der nicht gebaut wird, kostet 25’000 Franken
Kein Feldweg in Seegräben
Am westlichen Ufer des Pfäffikersees sollte ein neuer Feldweg entstehen. Einsprachen und eine darauffolgende Begehung verhinderten das. Kosten fallen trotzdem an.
Kurz vor Weihnachten informierte der Kanton Zürich, dass er auf den Neubau eines Landwirtschaftswegs im Zil in Wetzikon verzichtet. Bei einer Begehung mit den betroffenen Grundeigentümern und Bewirtschaftern habe man festgestellt, dass der bestehende Strandweg die Erschliessung der Landwirtschaftsflächen bereits ausreichend gewährleiste. Ausserdem stellte sich heraus, dass aus der geplanten Wegverlegung «keine wesentlichen Vorteile für Erholungsuchende» resultieren würden.
Diese ausschlaggebende Begehung des Geländes fand erst nach Abschluss der öffentlichen Auflage des Projekts statt. Grund war die Auswertung der zuvor eingegangenen Einsprachen zum Projekt. «Erst mit den Erkenntnissen aus dem Einspracheverfahren konnten wir die Haltung aller betroffenen Grundeigentümer abholen», schreibt Thomas Maag von der Baudirektion des Kantons Zürich auf Anfrage.
Es habe sich herausgestellt, dass der Zusatznutzen des neuen Wegs gegenüber dem bisherigen Weg für die Landwirtschaft zu wenig gross sei, um die eingegangenen Einsprachen abzuweisen. «Es macht keinen Sinn, einen neuen Weg zu bauen, der bei den meisten Direktbetroffenen auf keine Akzeptanz stösst.»

