Juso Zürcher Oberland haben eine neue Präsidentin
Neue Schwerpunkte
Eda Akdemir aus Pfäffikon übernimmt die Leitung der Jungsozialisten. Sie will Politik zugänglicher machen und nah an den Bedürfnissen der Bevölkerung arbeiten.
Die Juso Zürcher Oberland haben ein neues Präsidium. Die 20-jährige Pfäffikerin Eda Akdemir wurde an der ausserordentlichen Jahresversammlung vom 12. Dezember zur Präsidentin gewählt. Ihr zur Seite stehen neu Severin Gada und Jael D’Agostino im Co-Vizepräsidium.
Das Trio tritt die Nachfolge von Anaïs Dolder und Dario Vareni an, die nach drei respektive fünf Jahren aus dem Vorstand zurückgetreten sind.
Im Frühling dieses Jahrs organisierte die Jungpartei eine Demonstration gegen Queer-Feindlichkeit in Pfäffikon, an der über 300 Personen teilnahmen. Damit wollte sie ihre Solidarität mit dem schwulen Lehrer an der Primarschule Obermatt zeigen, der unter Beschuss geraten war.
«Auf dem Land linke Politik zu machen, antifaschistische Arbeit zu leisten – und das als junge, queere und
migrantisierte Person –, ist eine riesige Herausforderung», lässt sich Akdemir zitieren. Ihre Wut über die gesellschaftlichen Missstände werde sie aber motivieren.
Das neue Führungsteam plant eigene Schwerpunkte: Politik soll für Nicht-Akademiker und -Akademikerinnen zugänglicher werden, so wie die Bildungsarbeit intensiviert werden soll. Das Präsidium möchte sich dabei eng an den Anliegen der Bevölkerung im Oberland orientieren. «Wir wollen nicht nur reden, sondern vor allem zuhören», so Severin Gada.
