Verkauf des Kabelnetzes rettet Gemeinde vor Defizit – und gab trotzdem zu reden
Volketswiler Gemeindeversammlung
Bis zum Antrag auf Abbruch der Diskussion löcherten die Stimmberechtigten von Volketswil den Gemeinderat zum geplanten Verkauf des Kabelnetzes. Auch an Vorwürfen und Kritik sparten die Anwesenden nicht.
Das zentralste Geschäft des Abends war auch das meistdiskutierte. Das dritte Traktandum der Volketswiler Gemeindeversammlung im Kultur- und Sportzentrum Gries vom Freitagabend behandelte den Verkauf des Kabelnetzes an Sunrise und Swiss Fibreco. Tiefbauvorsteherin Karin Ayar (parteilos) bezeichnete das Geschäft als «eigentlich alternativlos».
Denn der Gemeinderat ist der Meinung, dass jetzt der letztmögliche Zeitpunkt sei, um das Kabelnetz zu verkaufen. Das Netz verliere immer mehr an Wert, und der Weiterbetrieb würde aufgrund der steigenden technologischen Anforderungen die Kompetenzen der Gemeindeverwaltung übersteigen, so Ayar.
Also hat der Gemeinderat einen, seiner Meinung nach «äusserst attraktiven» Vertrag ausgehandelt: Sunrise übernimmt das bestehende Netz und betreibt es zehn Jahre weiter, Swiss Fibreco, kurz SFC, baut parallel dazu ein Glasfasernetz und schliesst interessierte Haushalte an. Karin Ayar beschrieb über eine halbe Stunde lang alle Vorteile dieses Deals.
