Initiative will auch in Oetwil lautes Feuerwerk verbieten
Nach Bubikon und Hombrechtikon
Ein Komitee will Menschen, Tiere und die Umwelt mit einem Feuerwerksverbot schützen. Auch andere Gemeinden der Region kennen solche Vorschläge.
In wenigen Wochen ist es wieder so weit: Mit lautem Knallen und farbigen Himmeln wird der Jahreswechsel gefeiert. Während sich manche schon Monate vor Silvester auf diesen Abend freuen und sich grosszügig mit Feuerwerk eindecken, stören sich andere an ebendiesem.
In Oetwil am See will nun eine Einzelinitiative das Abbrennen von lärmendem Feuerwerk ganzjährig verbieten. Auch am 1. August und an Silvester.
Lärm, Feinstaub und Abfall
Ein achtköpfiges Komitee hat die Initiative im Oktober bei der Gemeinde eingereicht. Nun erklärt der Gemeinderat diese für gültig, wie er mitteilt. Ziel der Initiative ist es, die kommunale Polizeiverordnung abzuändern und damit lautes Feuerwerk ganzjährig zu verbieten. «Nicht lärmendes» Feuerwerk, wie beispielsweise Vulkane, soll weiterhin erlaubt sein. Mit einer Bewilligung wäre auch lautes Feuerwerk für Veranstaltungen von öffentlichem Interesse erlaubt.
Das Initiativkomitee argumentiert damit, dass lautes Feuerwerk Mensch, Tier und Umwelt durch Lärm, Feinstaub und Abfall belaste. Empfindliche und kranke Menschen, aber auch Tiere könnten durch den Feuerwerkslärm gesundheitliche Schäden erleiden, schreibt das Initiativkomitee. Der momentane Umgang mit Feuerwerk führe dazu, dass «die Nachtruhe und die Befindlichkeit» während mehrerer Tage gestört würden. Folgeschäden bei Menschen und Tieren könne ihr Initiativbegehren «massgeblich» vermindern.
Mehrere Initiativen in der Region
Oetwil am See ist nicht die einzige Gemeinde in der Region, in der über eine Initiative gegen lautes Feuerwerk abgestimmt wird. In Hombrechtikon entschied die Gemeindeversammlung im September, lautes Feuerwerk zu verbieten. In Bubikon geschah dies bereits im Juni. Auch in den Gemeinden Gossau und Dürnten gibt das Thema zu reden. Die Initiativtexte unterscheiden sich in den entsprechenden Gemeinden kaum vom jüngsten aus Oetwil.
In Meilen hingegen wollte eine Initiative vor rund einem Jahr lautes Feuerwerk komplett verbieten – ohne Ausnahmen. Dieser Vorstoss hatte keinen Erfolg.
Wann es in Oetwil am See zur Abstimmung über die Initiative kommt, ist noch unklar. «Voraussichtlich wird sie für die Gemeindeversammlung im Juni traktandiert», sagt Silvia Bärtschi, Gemeindeschreiberin ad interim. Jedoch werde das Thema noch im Gemeinderat besprochen. Das Jahr 2025 dürfen Feuerwerksfans also noch wie gewohnt mit lautem Knall einweihen.
