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Steuererhöhung in Nänikon-Greifensee beschlossen

In Nänikon wurden eine Steuerfusserhöhung und mehrere Schulsanierungen beschlossen.

An der Oberstufenschule Nänikon-Greifensee werden Sanierungen und neue Unterstützungsangebote umgesetzt.

Foto: Lennart Langer

Steuererhöhung in Nänikon-Greifensee beschlossen

Sanierungen genehmigt

Die Versammlung der Schulgemeinde Nänikon-Greifensee genehmigte ebenso mehrere dringliche Sanierungsvorhaben.

Marcel Vollenweider

Am Donnerstagabend begrüsste Schulpräsident Ulrich Schmid (SVP) im Singsaal des Oberstufenschulhauses Wüeri in Nänikon 25 Stimmberechtigte zur Schulgemeindeversammlung der Oberstufenschule Nänikon-Greifensee.

Zwei Prozentpunkte mehr Steuern

Patrick Schoch (Aktion G) präsentierte die Eckdaten des Budgets 2025: Bei einem Aufwand von 7,55 Millionen Franken und einem Ertrag von 6,7 Millionen Franken entsteht ein Defizit von 845'300 Franken. Ursache dafür sind steigende Schülerzahlen, höhere Unterhaltskosten sowie Abschreibungen durch ein grösseres Investitionsvolumen.

Die Rechnungsprüfungskommission bewertete das Budget positiv und zeigte sich gespannt, ob die geplante Steuerfusserhöhung ausreicht, um die Werterhaltung zu sichern. Die Stimmberechtigten stimmten dem Budget mit nur einer Gegenstimme zu und genehmigten auch die Erhöhung des Steuerfusses um zwei Prozentpunkte.

Sanierungsvorhaben nicht zurückstellen

Angesichts der drei traktandierten Sanierungsvorhaben erkundigte sich ein Versammlungsteilnehmer, weshalb solche Investitionen zum gegenwärtigen Zeitpunkt getätigt werden sollten, zumal man noch nicht im Detail wisse, wie die Schulen bei der derzeit geführten Debatte rund um die Grenzbereinigung künftig organisiert würden.

Versammlungsleiter Ulrich Schmid erklärte, dass das Schulhaus so oder so bestehen bleiben werde, und die Kinder würden auch künftig funktionierenden Schulraum benötigen. Man könne die dringlich notwendigen Sanierungen nicht zurückstellen.

Massnahmen gegen Hitze in Schulzimmern

Die Schulanlage Wüeri in Nänikon besteht aus drei Trakten. Nachdem Trakt A im laufenden Jahr saniert wurde, stehen im kommenden Jahr Dach- und Fenstersanierungen in Trakt B an. Diese Massnahmen seien dringend notwendig, um die teils unerträgliche Hitze in den Sommermonaten für Schüler und Lehrpersonen zu reduzieren, erklärte Finanz- und Liegenschaftsvorsteher Patrick Schoch.

Die Kosten belaufen sich auf 490'000 Franken für das Dach und 770'000 Franken für den Fensterersatz. Die Versammlung genehmigte den Kredit von insgesamt 1,26 Millionen Franken.

Ein weiterer Kreditantrag in Höhe von 840'000 Franken zuhanden der Sanierung von sechs Klassenzimmern passierte klar und mit nur einer Gegenstimme. In den kommenden drei Jahren sollen jeweils zwei Zimmer im Trakt A jährlich saniert werden.

Heizungsenergie alternativ durch Wärmepumpen

Die dritte Sanierung betrifft die Heizungsanlage. Zunächst soll eine Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert werden, um die Grundlast zu decken. Die bestehende Gasheizung, die bald das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht, wird weiterhin für Spitzenlasten eingesetzt. Die Stimmberechtigten genehmigten den Kreditantrag über 560'000 Franken mit grosser Mehrheit.

Mehr Unterstützung für Kinder

Der Versammlungsleiter erläuterte die Einführung einer kommunalen Klassenassistenz als zentrale Unterstützung für Lehrpersonen, um der Heterogenität in den Klassen besser gerecht zu werden. Die Schulbehörde beantragte dafür ein jährliches Kostendach von 156'000 Franken ab dem Schuljahr 2025/2026. Im aktuellen Schuljahr werden bereits Ressourcen von 110 Prozent benötigt, was Kosten von 104'000 Franken verursacht.

Ein Stimmberechtigter kritisierte die Aufwände für Klassenassistenz und Schulsozialpädagogik und beantragte, beide Vorhaben mit einem Kostendach von maximal 150'000 Franken zu begrenzen. Die Versammlung lehnte diesen Antrag jedoch klar ab und sprach sich deutlich für den ursprünglichen Kredit aus.

Abschliessend wurde über die Einführung der Schulsozialpädagogik abgestimmt. Dieses Angebot umfasst 75 Stellenprozente, kostet jährlich 92'000 Franken und unterstützt Schülerinnen und Schüler mit Verhaltensauffälligkeiten. Auch dieser Antrag wurde von der Versammlung mit klarer Mehrheit angenommen.


In einer früheren Version dieses Artikels war Schulpräsident Ulrich Schmid als Mitglied der Partei «Die Mitte» gekennzeichnet, was nicht korrekt ist. Er ist Mitglied der SVP.

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