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Schulpflege reagiert auf Kritik an Kindergartenprojekt in Turbenthal

Das Kindergarten-Projekt in Turbenthal sei zu teuer, monierte die RPK. So will die Schulpflege den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen.

Die Kindergären Gassacher (links) und Girenbad (rechts) stehen auf demselben Grundstück. Ein Bauprojekt soll sie auffrischen, Platz schaffen und zusammenwachsen lassen.

Foto: PD

Schulpflege reagiert auf Kritik an Kindergartenprojekt in Turbenthal

Zu teuer?

Den Rechnungsprüfern ist der Baukredit für die Kindergärten Gassacher und Girenbad zu hoch. Jetzt meldet sich die Primarschulpflege zu Wort – es drohe ein Investitionsstau.

Die beiden Kindergärten Gassacher und Girenbad in Turbenthal teilen sich nicht nur eine Parzelle, sondern auch ein Problem: Sie sind sanierungsbedürftig. Eine Kombi aus einem Ersatzneubau des Kindergartens Girenbad und einer Sanierung desjenigen im Gassacher soll Abhilfe schaffen.

In einem Verbindungstrakt sollen zusätzliche Räume zu liegen kommen. 2,7 Millionen Franken lässt sich das die Primarschulgemeinde kosten – vorausgesetzt, die Bürger stimmen dem Baukredit zu.

Die Rechnungsprüfungskommission hatte den Stimmberechtigten empfohlen, den Kredit abzulehnen. Der Betrag sei im Hinblick auf die finanzielle Belastung in den kommenden Jahren zu hoch. Man sei nicht grundsätzlich gegen das Projekt, es fehlten aber ein Variantenstudium und ein Immobilienkonzept.

Jetzt hat die Primarschulpflege auf die Kritik reagiert. Die finanzielle Situation sei kein Grund, nicht mehr zu investieren. Aus ihrer Sicht sei dies gefährlich, «da dadurch ein Investitionsstau ausgelöst wird, der später nur schwer aufzuheben ist», heisst es in der Stellungnahme.

Kein Schulraum auf Vorrat

Grössere Investitionen in die Kindergärten seien seit zehn Jahren in der Finanzplanung vorgesehen. Die Schulpflege betont, dass sie bei der Planung vier verschiedene Optionen an drei verschiedenen Standorten geprüft und sich für die kostengünstigste Variante entschieden hat.

Die Kritik, es fehle ein Immobilienkonzept, weist sie zurück. Man setze seit vielen Jahren auf punktuelle Investitionen bei einem Schülerwachstum – welche Gebäude saniert werden müssten, wisse man schon lange. «Es wird kein Schulraum auf Vorrat gebaut.»

Den Kindergarten Girenbad anstelle des kombinierten Projekts in seiner aktuellen Form zu ersetzen, hält die Behörde für keine gute Idee. «Das Geld wäre schlecht investiert, und bereits in kurzer Zeit wären Folgeinvestitionen notwendig.»

Die geplante Investition, so die Schulpflege, soll die Kindergartenanlage «bereit für die nächste Generation» machen. Das letzte Wort haben die Bürger – an der Gemeindeversammlung vom 9. Dezember.

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