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Die Grünen ergattern den Sitz am Bezirksgericht Pfäffikon von der SP

Das Bezirksgericht Pfäffikon ist wieder vollständig. Stefan Zuber konnte sich letztlich gegen seine Konkurrentin Livia Schlegel durchsetzen.

Der Sieger der Ersatzwahl am Bezirksgericht Pfäffikon: Stefan Zuber (Grüne).

Foto: PD

Die Grünen ergattern den Sitz am Bezirksgericht Pfäffikon von der SP

Showdown bei Richterwahl

Das Volk hat gewählt: Der Grüne Stefan Zuber gewinnt die Wahl gegen seine Kontrahentin der SP und wird somit Richter am Bezirksgericht Pfäffikon.

Der neue Richter für das Bezirksgericht Pfäffikon heisst Stefan Zuber (Grüne). Der 45-Jährige setzt sich mit 7639 zu 6116 Stimmen gegen seine Konkurrentin Livia Schlegel (SP) durch. Zuber übernimmt somit das Amt als Bezirksrichter für die Amtsdauer bis zu den Erneuerungswahlen im Jahr 2026.

«Ich freue mich, dass ich jetzt zum vollamtlichen Richter gewählt wurde und bedanke mich bei den Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen», sagt Zuber. «Der Zuspruch ist für mich nicht nur ein Ansporn, sondern auch eine Verpflichtung.»

SP verliert ihren Sitz

Livia Schlegel von der SP erhielt etwas über 45 Prozent der Stimmen und verliert die Wahl wegen rund 1500 Stimmen. Telefonisch war sie am Sonntag nicht erreichbar. Per Textnachricht gratuliert sie jedoch Stefan Zuber zur Wahl und bedankt sich bei all ihren Wählenden.

Eine Person lächelt.
Livia Schlegel (SP) verliert die Wahl um den Sitz am Bezirksgericht Pfäffikon deutlich.

Die 31-Jährige hoffte darauf, den Sitz der amtierenden Richterin Yvonne Mauz (SP) zu übernehmen. Denn Mauz wird ihr Amt Ende Jahr niederlegen und in Pension gehen. Dies, nachdem sie zuvor einen Wahlkampf ums Präsidium am Bezirksgericht verloren hatte. Für die SP-Bezirkspartei war deshalb klar, dass wieder eine Richterin der eigenen Partei die Vakanz ausfüllen sollte.

Unstimmigkeiten bei den linken Parteien

Zwischen den Grünen und der SP kam es bereits bei der Nominierung der Kandidierenden zu Unstimmigkeiten. Die Präsidentin der SP-Bezirkspartei zeigte sich enttäuscht, weil sie nichts von einer Kandidatur der Grünen wusste. So schickten – was bei einer Wahl fürs Bezirksgericht eher unüblich ist – gleich zwei linke Parteien eine eigene Person ins Rennen.

Eine breite Unterstützung anderer Parteien fand letztlich der Grüne Stefan Zuber. Die Grünen, die EVP, die Mitte, die GLP und grossmehrheitlich die FDP sprachen sich für den 45-Jährigen aus. Die SVP verzichtete gänzlich auf eine Wahlempfehlung. Für Livia Schlegel setzte sich letztlich nur die SP ein.

Ob das der ausschlaggebende Punkt in der Wahl Zubers war? «Beide Kandidierenden waren für das Amt gleichermassen qualifiziert. Ausschlaggebend für meine Wahl waren vermutlich meine Lebenserfahrung und meine Verankerung im Bezirk», sagt Zuber nach seiner Wahl. Im Gegensatz zu Schlegel wohnt er im Bezirk Pfäffikon. Zudem ist Zuber gut 14 Jahre älter als seine Kontrahentin.

Zurzeit ist der Grüne noch als Obergerichtsschreiber tätig. Sobald sich das Obergericht mit dem Bezirksgericht Pfäffikon abgesprochen hat, wird er in Pfäffikon seiner neuen Aufgabe als Bezirksrichter nachgehen.

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