Das Rennen um das Pfäffiker Schulpräsidium geht weiter
Zweiter Wahlgang nötig
Keiner der fünf Kandidierenden konnte das absolute Mehr erreichen, somit muss die Pfäffiker Bevölkerung noch etwas länger auf ihren siebten Gemeinderat warten.
Dass bereits im ersten Wahlgang ein klarer Sieger im Kampf um das Pfäffiker Schulpräsidium hervorgehen würde, hat wohl kaum jemand gedacht. Bei vier Kandidatinnen und einem Kandidaten, von denen nur eine Person auch mehr als eine Partei von sich überzeugen konnte, war ein zweiter Wahlgang vorprogrammiert.
Das absolute Mehr von 1700 Stimmen haben denn auch alle Kandidierenden mehr als verpasst. Nicole Keller-Hochuli (FDP), die amtierende Vize-Präsidentin der Schule, konnte mit 890 Stimmen noch am meisten aus dem Volk von sich überzeugen. Ihr folgt dicht Claudia Knecht (Grüne), die mit 887 Stimmen nur gerade drei Stimmen zurückliegt. Die zweite amtierende Schulpflegerin Andrea Di Biase (parteilos) ist den beiden mit 815 Stimmen ebenfalls eher dicht auf den Fersen.

Nicole Keller-Hochuli zeigt sich erfreut über die erreichten Stimmen. «Der Unterschied zu Claudia Knecht ist wohl eher ein Zufallsresultat, der Abstand zu Daniela Di Biase schon etwas klarer.» Nun wolle Sie mit der Wahlkommission der FDP zusammensitzen um das Resultat genauer zu analysieren und den weitere Weg festlegen.
Claudia Knecht spricht von einem «interessanten Resultat». «Es scheint als ob die Pfäffiker, die sich frischen Wind in der Schulpflege wünschen, und jene, die an Bewährtem festhalten wollen, die Waage halten.» Das Resultat motiviere sie auf jeden Fall, weiterzumachen. «Es wird spannend, wer überhaupt zum zweiten Wahlgang antreten wird – je nach dem wird auch mein weiterer Wahlkampf gestaltet», sagt Knecht.
«Positiv überrascht» ist Andrea Di Biase vom ersten Wahlgang. «Dass ich es als Parteilose und mit kaum Wahlplakaten in der Gemeinde auf diesen guten dritten Platz geschafft habe, motiviert natürlich für den zweiten Wahlgang.»
Einer streicht bereits die Segel
Etwas weiter abgeschlagen auf der Liste findet sich Daniela Hänni (parteilos) mit 567 Stimmen auf dem vierten Platz. «Genauso wie erwartet, daher bin ich sehr zufrieden», sagt sie. Am 9. Februar wolle auch sie wieder antreten. Bisher hat Hänni als einzige Massnahme, um auf sich aufmerksam zu machen, einen Wahlflyer drucken lassen. «Darauf sind drei E abgedruckt: Ich bin engagiert, ehrlich und habe Erfahrung. Darauf werde ich weiter setzen.»
Nur gerade 230 Stimmen konnte der Parteilose Martin Wirth für sich gewinnen. «Ich bin froh um alle Stimmen, die ich erreicht habe obwohl ich kaum Wahlkampf gemacht habe», sagt er auf Anfrage. «Doch für den 2. Wahlgang am 9. November werde ich nicht mehr kandidieren.»
