Turbenthal will weiter an seinem Steuerfuss festhalten
Turbenthaler Budget 2025
Die Schulen kämpfen mit steigenden Kosten, und auch bei der Politischen Gemeinde sind einige Investitionen geplant. Trotzdem sollen die Steuerzahler nichts davon merken.
Zweimal Verlust, eine schwarze Null – mit diesen Ergebnissen rechnen die drei Güter in Turbenthal für das nächste Jahr. Im Hinblick auf die Gemeindeversammlung vom 9. Dezember haben sie ihre Zahlen im beleuchtenden Bericht bekanntgegeben.
Die Sekundarschulgemeinde Turbenthal-Wildberg präsentiert für 2025 ein Budget mit einem leichten Minus. Dieses beläuft sich bei Einnahmen von 5,9 Millionen Franken und Ausgaben von 6,5 Millionen Franken auf 536’950 Franken.
Den Aufwandüberschuss begründet die Sekundarschulpflege mit den steigenden Schülerzahlen und den breit gefächerten Aufgaben. Das führe nicht nur zu höheren Personalkosten, sondern auch zu Investitionen für zusätzlichen Schulraum.
Entsprechend ist im Budget ein Projektierungskredit von 55’000 Franken eingestellt, um die Möglichkeiten für Schulraumerweiterungen zu planen. Trotzdem will die Behörde den Steuerfuss auf den bisherigen 24 Prozent belassen.
Ertrag muss höher werden
Die Primarschulpflege hingegen rechnet für das kommende Jahr mit einem ausgeglichenen Budget für die Primarschulgemeinde Turbenthal. Bei einem Aufwand von 17,24 Millionen Franken und einem Ertrag von 17,26 Millionen soll ein kleiner Gewinn von 21’490 Franken resultieren.
Trotz diesem Nullsummenspiel will die Behörde den Steuerfuss um 2 Prozentpunkte erhöhen und auf 60 Prozent festsetzen. Den Entscheid begründet sie damit, dass die Primarschule seit vielen Jahren ein strukturelles Defizit aufweise. Aufwendungen können aus ihrer Sicht nicht minimiert oder beeinflusst werden, deswegen brauche es eine Erhöhung des Ertrags.
Der Finanzausschuss der drei Güter hat sich jedoch für einen unveränderten Steuerfuss von 122 Prozent ausgesprochen. Deswegen reduziert die Politische Gemeinde Turbenthal ihren Steuerfuss auf 38 Prozent, damit 2 Prozentpunkte für die Primarschulgemeinde frei werden.
Minus wegen Investitionen
Weil die Bevölkerungszahlen weiter steigen, budgetiert der Gemeinderat fürs 2025 einen ähnlichen Steuerertrag wie im Vorjahr. Zudem geht er weiterhin von hohen Grundstückgewinnsteuern aus.
Weil jedoch im Verwaltungsvermögen grosse Investitionen geplant sind, resultiert im Budget bei einem Aufwand von 32,9 Millionen Franken und einem Ertrag von 32,3 Millionen ein Minus von 532’060 Franken.

