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So will Wetzikon bei den Kindergarten-Ersatzbauten sparen

Der Wetziker Stadtrat musste das ursprüngliche Projekt für den Ersatz von vier Kindergärten nochmals überarbeiten. Jetzt zeigt er auf, wo er Kosten reduzieren will.

So sollten die geplanten Kindergärten gemäss dem ursprünglichen Projekt aussehen. Nun sollen die Pläne nochmals überarbeitet werden.

Visualisierung: PD

So will Wetzikon bei den Kindergarten-Ersatzbauten sparen

Nach Schlappe im Parlament

Der Wetziker Stadtrat musste das ursprüngliche Projekt für den Ersatz von vier Kindergärten nochmals überarbeiten. Jetzt zeigt er auf, wo er Kosten reduzieren will.

Die Pläne des Wetziker Stadtrats für den Ersatz von vier Kindergärten erhielten im Oktober vor einem Jahr vom Parlament eine Abfuhr. Die Hauptkritik: Das Projekt sei mit den beantragten 17,3 Millionen Franken zu teuer. Das Parlament schickte das Vorhaben deshalb zur Überarbeitung zurück an den Absender.

Konkret geht es um die Doppelkindergärten Baumgarten, Egg, Goldbühl und Kempten. Sie sind in den 1960er Jahren erbaut worden und befinden sich inzwischen in einem schlechten Zustand. Die Stadt will sie deshalb ersetzen. Gleichzeitig sollen in Kempten und im Baumgarten künftig drei statt wie bisher zwei Kindergartenklassen Platz finden.

Vier Massnahmen vorgesehen

Das Parlament verlangte vom Stadtrat nicht nur Massnahmen, wie er Kosten beim Projekt einsparen will, sondern es legte auch einen Richtwert für das Preisschild fest. Die Erstellungskosten sollen statt knapp 16 Millionen Franken nur noch 12,5 Millionen betragen.

Nun ist klar, wo die Stadt den Sparhebel ansetzen will. Vier Massnahmen sind für die Überarbeitung des Projekts zentral:

  • Verzicht auf das Minergie-P Eco-Label: Angestrebt wird nur noch das weniger strenge Minergie-Label. Die gesetzlichen Anforderungen würden dadurch immer noch erfüllt.
  • Vereinfachung des Holzbaus: Zwar sind weiterhin Holzbauten vorgesehen, doch die Architektur und das äussere Erscheinungsbild der Gebäude wird angepasst.
  • Volumenreduktion der Dreifachkindergärten: Vorgesehen war, dass die beiden Dreifachkindergärten im Baumgarten und in Kempten schon so ausgelegt werden, dass eine künftige Erweiterung einfach und kostengünstig zu realisieren wäre. Darauf soll nun verzichtet werden.
  • Anpassung der Fundation: Statt auf einem Streifenfundament sollen die Gebäude auf einem Flachfundament zu stehen kommen. Dadurch ist die Versickerung des Regenwassers zwar immer noch gewährleistet, aber leicht eingeschränkt.

Durch die vorgeschlagenen Massnahmen rechnet die Stadt mit Einsparungen von insgesamt rund 2,7 Millionen Franken. Die Erstellungskosten würden damit noch knapp 13,3 Millionen Franken betragen. Die definitiven Zahlen stehen allerdings erst nach der detaillierten Planung fest.

Für diese Feinplanung hat der Stadtrat nun einen Zusatzkredit von 316’000 Franken bewilligt. Bis im April 2025 soll das überarbeitete Projekt vorliegen. Anschliessend muss nochmals das Parlament über den Ersatz der vier Kindergärten befinden.

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