Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

Das halten die Parteien von höheren Steuern in Illnau-Effretikon

Der Steuerfuss in Illnau-Effretikon soll um drei Prozent erhöht werden. Den einen Parteien geht dies zu weit, andere jedoch fordern gar noch höhere Abgaben.

An der Steuererhöhung können nicht alle Parteien Freude abgewinnen.

Foto: Pixabay

Das halten die Parteien von höheren Steuern in Illnau-Effretikon

Uneinigkeit über Steuerfuss

Die Bevölkerung in Illnau-Effretikon muss voraussichtlich ab nächstem Jahr bei der Steuerrechnung tiefer in die Tasche greifen. Ob das die Parteien goutieren?

Überrascht hat es niemanden. Der Stadtrat von Illnau-Effretikon will den Steuerfuss um drei Prozent erhöhen. Somit wäre der Steuerfuss mit 113 Prozent wieder so hoch wie vor fünf Jahren. Bei den meisten Fraktionen löst dies keine Freudensprünge aus.

Die zwei bürgerlichen Fraktionen der SVP und der FDP inklusive Jungliberalen stehen einer Steuerfusserhöhung skeptisch gegenüber. Wie SVP-Fraktionspräsident Daniel Huber sagt, müsse die Erhöhung der Steuern verhindert werden. «Eigentlich sollte sogar eine Senkung des Steuerfusses angestrebt werden.»

Die FDP ergänzt: «Erfahrungsgemäss führt eine Steuererhöhung lediglich zu weiterer ‹Ausgabenfreudigkeit›.» Und die Ausgaben seien in den Bereichen Bildung und Gesellschaft sowie mit der Vergrösserung der Verwaltung ohnehin schon stark gestiegen.

Muss der Steuerfuss noch weiter steigen?

Die andere Seite des politischen Spektrums begegnet der Steuerfusserhöhung mit Verständnis. «Eine Steuerfusserhöhung ist für niemanden angenehm, aber die Fakten sprechen klar dafür», meint etwa Urs Gut von den Grünen. Er fragt sich gar, ob der angesetzte Steuerfuss nicht noch höher angesetzt werden müsste.

Die SP pflichtet bei: «Alle Kennzahlen zeigen, dass eine Steuerfusserhöhung notwendig ist und dass somit unsere letztjährige Forderung einer Steuerfusserhöhung von fünf Prozent absolut gerechtfertigt war.»

Unschlüssige Mitte-Parteien

Während sich die GLP besorgt über die Entwicklung der Ausgaben zeigt und sich dennoch eine vorübergehende Erhöhung des Steuerfusses vorstellen kann, lässt sich die Mitte noch nicht allzu stark in die Karten blicken. Die Fraktion könne nachvollziehen, dass durch die gewachsene Bevölkerung auch die Ausgaben stiegen. Langfristig könnte dadurch aber auch mit höheren Steuereinnahmen gerechnet werden. Die EVP-Fraktion konnte zeitlich bedingt keine Stellung zum Budget nehmen.

Letztlich wird das Parlament an seiner Sitzung vom 12. Dezember über das Budget 2025 befinden. Bis dahin prüfen die Parteien noch mögliche Einsparungen.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns