Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Politik

Wer soll das Pfäffiker Schulpräsidium übernehmen?

Nun gehört das Wort den Anwärtern auf den vakanten Sitz im Pfäffiker Gemeinderat. In ihren eigenen Worten präsentieren sich die fünf Kandidatinnen und Kandidaten.

Sollte im November niemand das absolute Mehr erreichen, wird am 9. Februar 2025 ein zweiter Wahlgang durchgeführt.

Foto: Fabio Meier

Wer soll das Pfäffiker Schulpräsidium übernehmen?

Vier Fragen an die Kandidierenden

In der Pfäffiker Schulpflege und im Gemeinderat ist der Sitz des Schulpräsidenten vakant: Ende November könnte er wiederbesetzt werden. Ein genauerer Blick auf die fünf Kandidierenden.

Am 24. November findet in Pfäffikon die Ersatzwahl für den zurückgetretenen Schulpräsidenten Hanspeter Hugentobler (EVP) statt. Vier Kandidatinnen und ein Kandidat kämpfen um den vakanten Sitz. Hier sind die essentiellen Fragen an das Panel.

Andrea Di Biase (parteilos)

Portraitfoto von DiBiase

Wieso wollen Sie das Schulpräsidium besetzen?
Unsere Schule liegt mir sehr am Herzen. Als amtierende Schulpflegerin seit bald vier Jahren bin ich erfahren, aber nicht festgefahren. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um als Schulpräsidentin mehr Verantwortung zu übernehmen und zukunftsweisende Akzente zu setzen. Meine Erfahrung ermöglicht fundierte Entscheidungen, während ich offen für neue Ideen bleibe. Ich bin bereit, mein Engagement und meine Vision für eine zukunftsorientierte Schule Pfäffikon in die Rolle der Schulpräsidentin einzubringen.

Was bringen Sie mit, das Sie zur geeigneten Kandidatin macht?
Als Mutter und Schulpflegerin kenne ich die Bedürfnisse von Familien und Schulen aus erster Hand. Meine Expertise als Betriebsökonomin, Kommunikationsfachfrau sowie Führungserfahrung aus der Privatwirtschaft sind wertvolle Ressourcen für den Gemeinderat. Meine Teilzeitarbeit in einer sozialen Stiftung und meine Engagements in lokalen Vereinen, wie als Präsidentin des Pfäffiker Wienachtsmärt, erweitern mein Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge und stärken meine Verbindung zu Pfäffikon.

Welche Berührungspunkte haben Sie aktuell mit der Schule Pfäffikon?
Ich bin mit den Prozessen, der Kultur und den Handlungsfeldern unserer Schule gut vertraut. Meine Tätigkeiten als Schulassistenz haben mir wertvolle zusätzliche Einblicke in den Schulalltag verschafft. Da meine Teenager kürzlich die Schule Pfäffikon verlassen haben, bringe ich eine gesunde Distanz mit. Diese Kombination aus fundiertem Hintergrundwissen und frischer Perspektive ermöglicht es mir, die Herausforderungen unserer Schule objektiv zu beurteilen und zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.

Wie gedenken Sie, nach dem Eklat um den homosexuellen Lehrer das Vertrauen in die Schule Pfäffikon wieder zu stärken?
Als Schulpflege haben wir erste Schritte eingeleitet, um das Vertrauen wiederherzustellen. Dazu gehört die Überprüfung unserer Personalprozesse und die partizipative Erarbeitung eines Verhaltenskodex für sensible Themen. Wir werden Weiterbildungen für Mitarbeitende durchführen, um sie auf Konfliktsituationen vorzubereiten. Als Schulpräsidentin werde ich ein besonderes Augenmerk darauf haben, dass diese Massnahmen konsequent umgesetzt und weiterentwickelt werden.

Daniela Hänni (parteilos)

Portraitfoto von Hänni

Wieso wollen Sie das Schulpräsidium besetzen?
Die Bildung ist eines der wichtigsten Güter, die wir haben. Die Förderung von Bildung und die Schaffung optimaler Lernbedingungen sind mir ein zentrales Anliegen. Es ist wichtig, dass in unserer Gemeinde qualitativ hochwertige Bildungsangebote bereitgestellt werden. Ganzheitliches Lernen und Fördern ist nur möglich, wenn alle ihre Verantwortung wahrnehmen und sich in ihrer Rolle für das auch engagieren. Ein wertschätzender Umgang mit Kindern und Mitarbeitenden an unserer Schule ist mir wichtig.

Was bringen Sie mit, das Sie zur geeigneten Kandidatin macht?
Seit über dreissig Jahren interessiere und engagiere ich mich für das Bildungswesen. Ich bringe genügend fundierte Kenntnisse für dieses Amt mit: Aufbauarbeit in verschiedenen Gremien wie Mittagstisch, Tagesstrukturen und Elternrat, acht Jahre Behördenerfahrung (Schulpflege) und mehrjährige Praxis als pädagogische Mitarbeiterin. Bei Problemen bin ich trittsicher und lösungsorientiert, denn «es gibt keine Probleme, nur Lösungen». Ich habe den nötigen Mut, mich für eine gute Schule starkzumachen!

Welche Berührungspunkte haben Sie aktuell mit der Schule Pfäffikon?
Die Schule Pfäffikon steht vor grossen Herausforderungen: Lehrer- und Fachkräftemangel, Schulraumerweiterungen und Sanierungen von Liegenschaften, Inklusionsschule und steigende Kosten im Schulwesen sind Themen, die mich als Stimmbürgerin und Steuerzahlerin interessieren und beschäftigen. Pfäffikon ist der Ort, in dem ich mit meiner Familie lebe und zu Hause bin. Ich nehme meine politische Verantwortung zu diesen Themen wahr, indem ich aktiv an Abstimmungen und Gemeindeversammlungen teilnehme.

Wie gedenken Sie, nach dem Eklat um den homosexuellen Lehrer das Vertrauen in die Schule Pfäffikon wieder zu stärken?
Als ehemalige Schulpflegerin weiss ich, dass im Schulgesetz Rechte und Pflichten für Schüler, Lehrpersonen und Eltern klar geregelt sind. Ich sehe kein Problem darin, konsequent danach zu handeln. Die Methodenfreiheit, der Lehrplan 21, das Schul- und Personalrecht sind verbindlich. Um das Vertrauen wieder zu stärken, braucht es transparente Kommunikation, Respekt für Grenzen und die nötige Einsicht, aus Fehlern zu lernen. Ich habe viel Erfahrung, Empathie und Zeit, um dieses Ziel zu erreichen.

Nicole Keller-Hochuli (FDP)

Portraitfoto von Nicole Keller

Wieso wollen Sie das Schulpräsidium besetzen?
Nach 16 Jahren als Schulpflegerin brennt mein Feuer immer noch für die Schule Pfäffikon. In dieser Zeit habe ich wertvolle Erfahrungen gesammelt, zunächst als Finanzvorsteherin, später als Verantwortliche für die Oberstufe und aktuell als Verantwortliche für Qualitätssicherung und Schulentwicklung. Als Vizepräsidentin habe ich den Schulpräsidenten in verschiedenen Gremien vertreten. Dieses umfassende Know-how möchte ich nun als neue Schulpräsidentin gezielt einbringen.

Was bringen Sie mit, das Sie zur geeigneten Kandidatin macht?
Als amtierende Schulpflegerin und langjährige Vizepräsidentin kenne ich die Schule sehr gut und bin mit den Aufgaben des Präsidiums bestens vertraut. Eine sofortige Übernahme des Amts ohne Einarbeitungszeit ist dadurch gewährleistet.
Zudem habe ich eine zweijährige Führungsausbildung absolviert und in verschiedenen leitenden Funktionen – von der Finanzverantwortung bis zur Filialleitung – umfassende Führungserfahrungen erworben, die mich bestens für das Amt qualifizieren.

Welche Berührungspunkte haben Sie aktuell mit der Schule Pfäffikon?
Seit 2008 bin ich in der Schulpflege aktiv, davon seit zwölf Jahren als Vizepräsidentin. In diesen Jahren habe ich aktiv an der Gestaltung einer modernen und zukunftsorientierten Schule mitgearbeitet. Dabei war es mir besonders wichtig, ein förderliches Lernumfeld für die Kinder zu schaffen und sicherzustellen, dass unsere Mitarbeitenden motiviert und gerne bei uns arbeiten. Engagierte Mitarbeitende sind die Grundlage für eine erfolgreiche Schulentwicklung.

Wie gedenken Sie, nach dem Eklat um den homosexuellen Lehrer das Vertrauen in die Schule Pfäffikon wieder zu stärken?
Der Untersuchungsbericht hat aufgezeigt, wo Handlungsbedarf besteht, und die Schulpflege arbeitet bereits an entsprechenden Massnahmen. Für die Stärkung des Vertrauens würde ich als Schulpräsidentin ein besonderes Augenmerk auf eine klare und adressatengerechte Kommunikation legen. Mit guter Kommunikation und umsichtiger Führung können wir aktuelle und künftige Herausforderungen einer sich ständig wandelnden Schule erfolgreich meistern.

Claudia Knecht (Grüne)

Portraitfoto von Claudia Knecht

Wieso wollen Sie das Schulpräsidium besetzen?
Schule und Lernprozesse haben mich schon immer sehr interessiert. Mir ist es wichtig, dass die Schule gut funktioniert und ein Ort ist, an dem Lernen optimal gestaltet wird. Zudem habe ich Freude an der Zusammenarbeit mit Menschen und bringe durch meine Erfahrungen als Elternteil ein gutes Verständnis für schulische Anliegen mit. Ich würde mich über diese neue Herausforderung freuen, mit der ich aktiv einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Schule Pfäffikon leisten kann.

Was bringen Sie mit, das Sie zur geeigneten Kandidatin macht?
Mein kaufmännischer Hintergrund und 15 Jahre Erfahrung aus meiner eigenen therapeutischen Praxis bereiten mich gut auf diese Aufgabe vor. Seit fünf Jahren leite ich den Wochenmarkt Pfäffikon, wodurch ich meine Führungskompetenzen gestärkt und meine Fähigkeiten in der Projektplanung und -umsetzung bewiesen habe. Kreativität und die Freude an der Umsetzung neuer Ideen haben mir dabei immer geholfen. Als Mutter von drei Kindern bringe ich zudem einen positiven und aufbauenden Umgang mit Menschen mit.

Welche Berührungspunkte haben Sie aktuell mit der Schule Pfäffikon?
Unsere Kinder haben die obligatorische Schulzeit beendet. Ich habe deshalb im Moment keine Berührungspunkte mit der Schule Pfäffikon.

Wie gedenken Sie, nach dem Eklat um den homosexuellen Lehrer das Vertrauen in die Schule Pfäffikon wieder zu stärken?
Um das Vertrauen in die Schule zu stärken, möchte ich ein wertschätzendes und sicheres Umfeld für Schüler, Lehrer und Mitarbeiter fördern. Dabei setze ich auf eine klare und einfache Kommunikation zwischen allen Beteiligten, persönlich, aber auch digital. Als Schulpräsidentin ist es mir wichtig, dass der Kontakt zur Schulpflege einfach bleibt. Mit diesen Vorkehrungen erhoffe ich mir, dass künftige Probleme schnell erkannt und gelöst werden können.

Martin Wirth (parteilos)

Portraitfoto von Martin Wirth

Wieso wollen Sie das Schulpräsidium besetzen?
Das Schulpräsidium ist eine anspruchsvolle und spannende Herausforderung. Die Schule erfüllt den Bildungsauftrag mit der Unterstützung der Eltern im allgemeinen gut. Leider gibt es aber auch Konflikte mit Eltern, in welchen ihnen die Regeln erklärt werden müssen, die ihre Wünsche verunmöglichen. Die operativen Aufgaben werden von der Schulverwaltung wahrgenommen. Ich bin bereit, die Aufsicht zu übernehmen und im Team Eskalationen zu verhindern.

Was bringen Sie mit, das Sie zum geeigneten Kandidaten macht?
Als Aussenstehender habe ich einen neutralen Blick auf die Vergangenheit. Wichtig ist die konsequente Befolgung der vorhandenen Regeln. In Konfliktsituationen bin ich bereit, Lösungsansätze zu prüfen und die Suche nach neuen zu unterstützen. Ich habe den Bericht der Schulpflege teilweise gelesen und unterstütze die vorgeschlagenen Massnahmen.

Welche Berührungspunkte haben Sie aktuell mit der Schule Pfäffikon?
Meine vier Kinder haben in Pfäffikon die Schule besucht. Ich kenne viele engagierte Lehrer und bin mir der pädagogischen und emotionalen Herausforderungen bewusst. Aktuell habe ich keinen direkten Bezug zur Schule Pfäffikon.

Wie gedenken Sie, nach dem Eklat um den homosexuellen Lehrer das Vertrauen in die Schule Pfäffikon wieder zu stärken?
Die Gründe, die zum Eklat führten, müssen analysiert und Massnahmen ergriffen werden. Die Schule soll ihre Energie möglichst für die Bildung der Schüler einsetzen. Wichtig ist, die vergangenen Fehler zu verzeihen und gleichzeitig sicherzustellen, dass es nicht wieder zu einer vergleichbaren Situation kommt. Ich werde mich einsetzen, dass Kritik und Forderungen künftig besser adressiert und schneller geklärt werden.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns