Wer soll das Pfäffiker Schulpräsidium übernehmen?
Vier Fragen an die Kandidierenden
In der Pfäffiker Schulpflege und im Gemeinderat ist der Sitz des Schulpräsidenten vakant: Ende November könnte er wiederbesetzt werden. Ein genauerer Blick auf die fünf Kandidierenden.
Am 24. November findet in Pfäffikon die Ersatzwahl für den zurückgetretenen Schulpräsidenten Hanspeter Hugentobler (EVP) statt. Vier Kandidatinnen und ein Kandidat kämpfen um den vakanten Sitz. Hier sind die essentiellen Fragen an das Panel.
Andrea Di Biase (parteilos)

Wieso wollen Sie das Schulpräsidium besetzen?
Unsere Schule liegt mir sehr am Herzen. Als amtierende Schulpflegerin seit bald vier Jahren bin ich erfahren, aber nicht festgefahren. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um als Schulpräsidentin mehr Verantwortung zu übernehmen und zukunftsweisende Akzente zu setzen. Meine Erfahrung ermöglicht fundierte Entscheidungen, während ich offen für neue Ideen bleibe. Ich bin bereit, mein Engagement und meine Vision für eine zukunftsorientierte Schule Pfäffikon in die Rolle der Schulpräsidentin einzubringen.
Was bringen Sie mit, das Sie zur geeigneten Kandidatin macht?
Als Mutter und Schulpflegerin kenne ich die Bedürfnisse von Familien und Schulen aus erster Hand. Meine Expertise als Betriebsökonomin, Kommunikationsfachfrau sowie Führungserfahrung aus der Privatwirtschaft sind wertvolle Ressourcen für den Gemeinderat. Meine Teilzeitarbeit in einer sozialen Stiftung und meine Engagements in lokalen Vereinen, wie als Präsidentin des Pfäffiker Wienachtsmärt, erweitern mein Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge und stärken meine Verbindung zu Pfäffikon.
Welche Berührungspunkte haben Sie aktuell mit der Schule Pfäffikon?
Ich bin mit den Prozessen, der Kultur und den Handlungsfeldern unserer Schule gut vertraut. Meine Tätigkeiten als Schulassistenz haben mir wertvolle zusätzliche Einblicke in den Schulalltag verschafft. Da meine Teenager kürzlich die Schule Pfäffikon verlassen haben, bringe ich eine gesunde Distanz mit. Diese Kombination aus fundiertem Hintergrundwissen und frischer Perspektive ermöglicht es mir, die Herausforderungen unserer Schule objektiv zu beurteilen und zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Wie gedenken Sie, nach dem Eklat um den homosexuellen Lehrer das Vertrauen in die Schule Pfäffikon wieder zu stärken?
Als Schulpflege haben wir erste Schritte eingeleitet, um das Vertrauen wiederherzustellen. Dazu gehört die Überprüfung unserer Personalprozesse und die partizipative Erarbeitung eines Verhaltenskodex für sensible Themen. Wir werden Weiterbildungen für Mitarbeitende durchführen, um sie auf Konfliktsituationen vorzubereiten. Als Schulpräsidentin werde ich ein besonderes Augenmerk darauf haben, dass diese Massnahmen konsequent umgesetzt und weiterentwickelt werden.
Daniela Hänni (parteilos)

Wieso wollen Sie das Schulpräsidium besetzen?
Die Bildung ist eines der wichtigsten Güter, die wir haben. Die Förderung von Bildung und die Schaffung optimaler Lernbedingungen sind mir ein zentrales Anliegen. Es ist wichtig, dass in unserer Gemeinde qualitativ hochwertige Bildungsangebote bereitgestellt werden. Ganzheitliches Lernen und Fördern ist nur möglich, wenn alle ihre Verantwortung wahrnehmen und sich in ihrer Rolle für das auch engagieren. Ein wertschätzender Umgang mit Kindern und Mitarbeitenden an unserer Schule ist mir wichtig.
Was bringen Sie mit, das Sie zur geeigneten Kandidatin macht?
Seit über dreissig Jahren interessiere und engagiere ich mich für das Bildungswesen. Ich bringe genügend fundierte Kenntnisse für dieses Amt mit: Aufbauarbeit in verschiedenen Gremien wie Mittagstisch, Tagesstrukturen und Elternrat, acht Jahre Behördenerfahrung (Schulpflege) und mehrjährige Praxis als pädagogische Mitarbeiterin. Bei Problemen bin ich trittsicher und lösungsorientiert, denn «es gibt keine Probleme, nur Lösungen». Ich habe den nötigen Mut, mich für eine gute Schule starkzumachen!
Welche Berührungspunkte haben Sie aktuell mit der Schule Pfäffikon?
Die Schule Pfäffikon steht vor grossen Herausforderungen: Lehrer- und Fachkräftemangel, Schulraumerweiterungen und Sanierungen von Liegenschaften, Inklusionsschule und steigende Kosten im Schulwesen sind Themen, die mich als Stimmbürgerin und Steuerzahlerin interessieren und beschäftigen. Pfäffikon ist der Ort, in dem ich mit meiner Familie lebe und zu Hause bin. Ich nehme meine politische Verantwortung zu diesen Themen wahr, indem ich aktiv an Abstimmungen und Gemeindeversammlungen teilnehme.
Wie gedenken Sie, nach dem Eklat um den homosexuellen Lehrer das Vertrauen in die Schule Pfäffikon wieder zu stärken?
Als ehemalige Schulpflegerin weiss ich, dass im Schulgesetz Rechte und Pflichten für Schüler, Lehrpersonen und Eltern klar geregelt sind. Ich sehe kein Problem darin, konsequent danach zu handeln. Die Methodenfreiheit, der Lehrplan 21, das Schul- und Personalrecht sind verbindlich. Um das Vertrauen wieder zu stärken, braucht es transparente Kommunikation, Respekt für Grenzen und die nötige Einsicht, aus Fehlern zu lernen. Ich habe viel Erfahrung, Empathie und Zeit, um dieses Ziel zu erreichen.

