Welche Armee braucht die Schweiz?
Ein Abend zur Sicherheitspolitik in Gossau
Die Geschichte wiederholt sich nicht. Und dennoch kann man in der heutigen Weltlage Parallelen zur Vorkriegszeit nicht wegdiskutieren. Ein Diskussionsabend in der Altrüti in Gossau zeigte dies in aufrüttelnder Weise.
Genauso wenig, wie sich die Geschichte wiederholt, sagt sie die Zukunft voraus. Wenn sich heute das Bundesparlament um höhere Ausgaben für die Armee zankt, dann fühlt sich Michael Olsansky in eine längst vergangene Zeit versetzt. Der Militärhistoriker ist Dozent an der ETH-Militärakademie und bildet künftige Berufsoffiziere aus. Am Donnerstagabend führte er auf Einladung der SVP Gossau die rund 100 Zuhörerinnen und Zuhörer zwar über 80 Jahre zurück; aber fast bei jedem Satz kam man nicht umhin, auch an die jetzige Zeit zu denken.
Olsanskys Referat war nicht das einzige, das das Publikum zu hören bekam. Auch der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (parteilos) sprach zum Thema «Krieg in Europa – eine starke Landesverteidigung, aus Liebe zur Heimat!». Und der Organisator des Abends, der Gossauer SVP-Kantonsrat Daniel Wäfler, führte die abschliessende Diskussion, zu der sich auch Nationalrätin Nina Fehr Düsel (SVP) gesellte. Es war ein Abend, der zum Nachdenken anregte.

