Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Politik

Bandwiesstrasse in Rüti soll Begegnungszone mit Tempo 20 werden

Vor vier Jahren scheiterte die Überbauung der letzten Wiese im Zentrum Rütis am Stimmvolk. Jetzt wagt die Gemeinde einen neuen Anlauf.

Das Siegerprojekt des geplanten Migros-Neubaus im Areal Bandwies Nord in Rüti.

Visualisierung: PD

Bandwiesstrasse in Rüti soll Begegnungszone mit Tempo 20 werden

Verkehrskonzept liegt vor

Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen. Vier Jahre nachdem ein erstes Projekt Schiffbruch erlitt, präsentiert Rüti nun ein Verkehrskonzept für das Zentrum Bandwies.

Es geht um die letzte unbebaute Wiese im Zentrum von Rüti, das Areal Bandwies Süd. Hier plant die Gemeinde Rüti gemeinsam mit der Baurechtsnehmerin Credit Suisse Anlagestiftung eine Überbauung mit vier Gebäuden. Einerseits sollen Ladenlokale und Gastronomieangebote, andererseits Mietwohnungen verschiedener Grösse entstehen. Aufenthalts-, Spiel- und Grünflächen ergänzen das Projekt.

Im Teilprojekt «Bandwies Nord» plant die Migros Ostschweiz einen Ersatzneubau für ihren Migros-Supermarkt sowie für das Migros-Restaurant und Partnergeschäfte. In den Obergeschossen über der Verkaufsfläche sind in vierstöckigen Einzelbauten zusätzlich Mietwohnungen vorgesehen.

Luftaufnahme der Bandwiesstrasse im Zentrum von Rüti.
An der Bandwiesstrasse befindet sich die letzte unbebaute Wiese im Zentrum von Rüti.

Für die beiden Teilprojekte liegt nun ein gemeinsames Verkehrskonzept vor. Es soll die Bandwiesstrasse merklich entlasten. Beide geplanten Überbauungen verfügen über je eine Tiefgarage. Diese werden unterirdisch miteinander verbunden. Von Norden beziehungsweise Süden her wird der Verkehr gemäss dem «Prinzip der kurzen Wege» frühzeitig in die Tiefgaragen geleitet – im Norden bei der heutigen Einfahrt Märtegge und im Süden direkt ab der Breitenhofstrasse.

An den umliegenden Kreuzungen und Kreiseln werde der Verkehr gemäss einer Verkehrsstudie nach wie vor gut bis sehr gut fliessen, schreibt die Gemeinde Rüti in einer Mitteilung. Die Bandwiesstrasse werde dank der «durchdachten Verkehrserschliessung» entlastet.

Karte der Bandwiesstrasse und Umgebung in Rüti.
Die Bandwiesstrasse in Rüti soll zur Begegnungszone werden. Der Verkehr im Zentrum von Rüti soll auch danach gut bis sehr gut fliessen.

Sie soll in eine Begegnungszone umgewandelt werden. Von heute 30 km/h wird die Höchstgeschwindigkeit auf 20 km/h gesenkt; Fussgängerinnen und Fussgänger haben Vortritt. Als Herzstück ist ein Zentrumsplatz zwischen Bandwies Süd, Migros, Qualipet und Coop geplant. Dort soll es Sitzgelegenheiten, Gastronomie, ein Wasserspiel oder Brunnen geben.

Die auffällige Fokussierung auf das Verkehrskonzept in Rütis Zentrum hat einen guten Grund: Vor mehr als vier Jahren hatte die Rütner Stimmbevölkerung einen ersten Gestaltungsplan Bandwies Süd an der Urne zur Überraschung des Gemeinderats versenkt. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GFS Bern brachte anschliessend zutage, dass Sorgen wegen der Verkehrssituation ausschlaggebend für das Nein der Rütnerinnen und Rütner gewesen war.

Damals hatte die Gemeinde den Gestaltungsplan Bandwies Süd losgelöst von der Migros im nördlichen Areal erstellt. In der Folge unterschrieben die Gemeinde und die Migros Ostschweiz eine Kooperationsvereinbarung, um die beiden benachbarten Areale gemeinsam zu entwickeln.

Gestaltungspläne zur Vorprüfung beim Kanton

Neben dem Verkehrskonzept wurden mittlerweile auch die beiden Gestaltungspläne für die Teilprojekte «Bandwies Süd» und «Bandwies Nord» erarbeitet. Sie befinden sich beim Kanton in der Vorprüfung. Gleichzeitig werden wichtige Anspruchsgruppen wie die kantonale Natur- und Heimatschutzkommission (NHK) angehört. In den letzten Tagen hat zudem eine Information für die direkten Anwohnerinnen und Anwohner stattgefunden.

Bei optimalem Planungsverlauf möchte die Gemeinde Rüti die beiden Gestaltungspläne im Spätherbst öffentlich auflegen. Gleichzeitig wird zum Strassenprojekt mit der Begegnungszone eine öffentliche Mitwirkung stattfinden. 2025 soll dann die Gemeindeversammlung über das Paket abstimmen – diesmal vielleicht ohne unliebsame Überraschungen.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns