Wie wäre Tempo 30 ohne Vortrittschaos?
Gemeinderat löchert Regierung
Eine Bahnhofstrasse ohne Vortrittschaos, mehr Sitzbänkli, aber weniger Zigarettenstummel – die Fragestunde im Dübendorfer Parlament war kunterbunt.
Es war die erste Sitzung des Dübendorfer Parlaments im Speicher neben der Oberen Mühle. Eine Premiere war es auch für Gemeinderätin Ursula Brack, die für Oliver Kellner nachrückte, und für Gemeinderat David Siems, der Flavia Sutter beerbte – eine Rochade innerhalb der Grünen.
Einen auffälligen ersten Ritt über das politische Parkett Dübendorfs bestritt David Siems. Er stellte sich mit den Worten vor: «Guten Abend, liebe Frauen, Männer und Genderrebellen ...» Wobei er das Gesprochene gleichzeitig in Gebärdensprache übersetzte. Er hoffe, dass er für den «rauen Umgangston» im Gemeinderat nicht zu zart besaitet sei. Und er schloss mit einem jüdischen sowie einem arabischen «Shalom aleichem – Assalamu alaykum», was so viel wie «Friede mit euch» heisst.
Ein Drittel der traktandierten Fragestunde war danach Siems-Show. So fragte er unter anderem nach dem Stand der Initiative zu den Alterswohnungen auf dem Parkplatz des «Hechts», die 2014 an der Urne angenommen wurde.

